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maliter Lesling sollten Schüler nicht am spits Leffings amburgische Dramaturgie. Ausg. findig gekünstelten Philotas tennen lernen, Tieck für Schule und Haus von E. Shröter und jedenfalls nicht an seiner Lyrif, ebenso wenig k . Thiele. Halle Waisenhaus 1895. 536 Friedrich Schlegel. Die Oden Klopstods sind nach S. M. 4. Form wie Inhalt „nicht jedwedem genießbar. Die Herausgeber, die schon 1876/8 eine gröDie Aufnahme der Rede Treitschkes zur Erin: Bere Ausgabe veröffentlicht haben, lassen hier nerung an die Leipziger Schlacht verdient Nach- cine neue erscheinen, in welcher die minder wichfolge; neben Reden Bismards verlangen seine tigen Abschnitte ausgeschieden sind, immerhin Briefe Berüdsichtigung. Überhaupt fehlt den aber weitaus das Meiste abgedrudt ist. Die Lejebüchern diese Gattung der Darstellung Sachkenntnis und die Gelehrsamkeit tritt in ihleider meist völlig.

ren Ausführungen überall hervor, aber sie find

für den angegebenen Zwed oft zu breit und Die Sammlung von Freytags Sdulaus- langatmig. Namentlich gehören die genauen gaben klassischer Werke für den deutsden Schul- Citate seltener Schriften höchstens für den Spe: unterridt ist rüstig fortgelegt worden. Die ein- zialforscher, nicht aber für den Lesertreis in zelnen Bändchen zu besprechen, wäre hier nicht Schule und Haus. Stärkere Zusammenziehung möglich. Wir wollen nur erwähnen, daß mit der ausgedehnteren Erörterungen Lessings wäre verkürztem Tert auch Projawerte veröffentlicht zu wünschen gewesen, vielleicht auch ein Hinweis wurden, wie die Hamburger Dramatur- auf die Weiterbildung der dramaturgijden Pros gie Bessings und Goethes Dichtung und bleme nach Lessing.

R. Wahrheit. Dort wären furze Inhaltsangas ben für die besprochenen Stüde, an welche Hilfsmittel für den deutschen Aufjan die theoretischen Erörterungen anknüpfen, wün gehören zu den regelmäßigen Erscheinungen ichenswert gewesen; auch erscheint mir notwen des Büchermarktes. Eines der erquidlics dig, daß eine Besprechung, wie die der Ro sten Bücher dieser Art ist die Praktijde an: dogüne Corneilles vollständig abgedrudt wird, leitung zu deutiden Xujjäßen von L. Blume damit an einer solchen der Gang der Lessings (Wien 1895 Hölder. 320 S. M. 2, 80). schen Kritit flar erkannt und zugleich für Der Verf. will den Schülern Übungen für die eigene Arbeitsweise des Dichters eine ge- das Entwerfen von Aufsägen in die Hand wisie Einsicht gewonnen wird. Anderes, wie geben und bringt zu diesem Zwed nach einer die langen Darlegungen über Furcht, Mit- kurzen theoretischen Einleitung eine Reihe von leid und Reinigung, könnte m. E. eine Kürs Dispositionen, denen meist eine Inventio vors zung oder Zusammenfassung wohl vertragen. ausgeht und manchmal die völlige Ausführung Bei Goethe sind namentlich die Liebesgeschichten folgt, oft auch zum Thema nur einen anregens gestrichen oder chronifurtig mitgeteilt: die Aus- den Gedanken, der dann weiter ausgesponnen gaben sollen auch für Töchterschulen pasjen. werden joll, schließlich auch den bloßen Satz der Glüdlich ist der Gedanke, von den neueren Ly- Ausgabe. Außerordentlich mannigfaltig sind die ritern eine Auswahl zu bieten, wie es bei gestellten Themata und frisch und lebendig, was Rüdert der Fall (2 Bochen). Zu knapp ges dazu gesagt wird, überall begegnen wir gejunraten ist die Auswahl des Göttinger Hain - dem Urteil, weitem Blict, feinem Empfinden und bundes, die faum mehr bringt, als eine ge- anschaulicher Klarheit der Darstellung, Vorzügen, wöhnliche Anthologie, von Voß gar nur 2 Stüde, die bei den Büchern dieser Gattung jelten ders oder die der Dichter der Freiheitstriege, treten sind. wo Fouqué und Stägemann ganz fehlen, Rücert Heinze u. Schröder stellen in ihren Aufgaben dagegen wegen seiner geharnischten Sonette alls zu deutiden Dramen (Leipzig, Engelmann, feitig berüdsichtigt ist. Auch die mittelhoch 1894. Bd. II. 1 M., Bd. III. 1,20 M.) deutsche Litteratur ist in Übertragungen zeitgemäß zusammen, was in der bisherigen Bits vertreten; für Schulzwede praktisch werden auch teratur zu finden war; aus 23 Schriften Themata, Shakespeare'iche Dramen abgedrudt. Der Wert die die Jungfrau von Drleans liefert, aus 37 der Einleitungen und Anmerkungen ist ungleich, solche, die dem Wallenstein entnommen, 450 (!) wenig befriedigt hat mich die Behandlung der Themata aus Jungfrau, 426 (!) aus Wallens Odysjee (Voß), die sprachlichen Erklärungen strei- stein, wovon eine große Anzahl ganz disponiert fen bei nicht wenigen Herausgebern ans Banale. ist. Sie beziehen sich auf die Handlung, die Die zuletzt erschienenen Bändchen sind in Fors Charaktere, großenteils aber auch auf allgemeine mat und Einband noch handlicher geworden, Sentenzen. Interessant ist die historische Über. Drud und Papier sind gut.

sicht über die Art, wie die verschiedenen VerAnsprechend sind die geschmadvollen Hefte von fasser die Frage gestellt und beantwortet haHöldere Klassiker-Ausgaben, die in Einleitung ben; Freude an den Dichtungen wird allerdings und Erklärungen meist viel zurüdhaltender sind, nicht durch den dürren Schematismus dieser worauf schon früher ausmertíam gemacht wors endlosen Dispositionen gewedt. den ist. Die Buchhandlung sollte aber die Hefte mit fester Einbanddede ausstatten.

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Eg.

Ebenfalls Stoffe aus der Schullettüre behandelt ten, so ist dies das Verdienst Tolstois. Darum

Victor Bin (Themata und Dispositionen findet sein Lob auch in Deutschland bei allen zu deutsden Aufläßen und Vorträgen. Anhängern der klassischen Bildung Widerhall.

1. Teil. Berlin, Weidmann, 1895. M.3), Namentlich bessing und Göthe (lyr. Gedichte. Iphigenie, Hermann und Dorothea) haben Bes rüdridhtiguna aefunden. Pieles in 'nach Anlage Schneider, Arthur, Das alte Hom, Entwides und Ausführung gelungen, und auch im Augs

lung seines Grundrisses und seiner Baudrude ist die tahle, farblose Manier meist vers

ten, mit 12 Karten, 14 Tafeln, Stadtplan mieden, manches fordert die Kritit stärker her

des heutigen Rom. Leipzig, Teubner, 1896, aus, jo die Art der Charakteristiken. R.

Der neue Atlas verfolgt drei Ziele, er will

der wissenschaftlichen Arbeit ein bequemes WertLucian Müller. De re metrica poetarum zeug bieten, dem Unterricht auf der Universität

Latinorum præter Plautum et Teren- und im Gymnasium ein Lehrmittel haffen und tium libri septem. Accedunt eiusdem zugleich den Bedürfnissen des gebildeten Italiens auctoris opuscula IV. Editio altera. Pe- fahrers dienen. Für den ersten Zwed fames tropoli et Lipsiae, impensis C. Rickeri darauf an, Bilder der Terrainverhältnisse und

1894. XII u. 651 S. gr. 8. Preis 20 m. der Bebauung in den verschiedenen Perioden Diese zweite Ausgabe des im Fabre 1861 zu geben und den raschen Vergleich dieser Karzum ersten Mal erschienenen und mit wohlver- ten untereinander und namentlich mit dem Stadtdientem Beifall aufgenommenen Buches ist mit plan des heutigen Rom zu ermöglichen, auf Freuden zu begrüßen. Hat doch dieses Werk welchemn wir die Spuren des ehemaligen einzeln wie kaum ein zweites die Kenntnis der Ent: aufragend oder aufgededt finden. Dies hat widlung der lateinischen Metrit und damit eis der Derausgeber glüdlich dadurch erreicht, daß er nes aroßen und wichtigen Teiles der lateinischen Karten auf durchsichtigen Papier anfertigen ließ, Sprachaeidhichte in weite Kreiie getragen. Die welche nach dem Maßstab unserer heutigen Kenntneue Auflage kann mit Recht als eine erweiterte nis ein Gemälde des Roms der verschiedenen und verbesserte bezeichnet werden. Aus den 490 Zeitalter geben und über den Stadtplan ges Seiten der ersten Bearbeitung sind in der zweis breitet werden können. Auf die wissenschaftliche ten 651 geworden. Der Tért ist auf Grund Leistung dieses Teiles der Urbeit kann hier nicht wiederholter Durdjicht des Materiale fowie der eingegangen werden. In zweiter Linie wollte Arbeiten anderer Gelehrten verändert, erweitert, der Verf. dazu beitragen, daß bei den Schülern 3. T. auch verkürzt worden: nanentlich haben der Gymnasien die Gestalten der Vorwelt nicht die vom Verfasser selbst hergestellten Ausgaben in nebelhafter Ferne in einer lediglich von der des Lucilius, Ennius. Nonius und Bhädrus die Phantasie geschaffenen Landschaft und Umgebung Belegstellen häufia modifiziert. Am meisten ver: wandeln.“ Hier hat er sich das Ziel doch wohl ändert erscheint das erste der vier auch dieser etwas zu hoch gestedt. Was er selbst auf seis Auflage beigefügten opuscula, das jetzt den nen Tafeln zur Kenntnis der Bauwerfe und Titel führt: «De versibus dactylicorum Ita- Bauweise, der früheren Epochen zumal, aufweisen licis. Sonst konnten Anlage und Ausführung kann, ist doch noch so geringfügig, daß es einer des vortrefflichen Werkes unverändert bleiben,

sehr geübten Phantasie bedarf, um mit solchen obmobl zwischen der ersten und zweiten Aus Mitteln ein Bild zu chaffen. Und ein Bild gabe ein volles Menschenalter verflossen ist. In von Rom und seiner Campagna hat er doch diesem langen Zeitraum erlebte Deutschland, selbst nirgend gegeben, um überhaupt die ewige das Vaterland des Verfassers, jeine nationale

Stadt im Zusammenhang mit ihrer Umgebung Wiedergeburt. Dem endlich gecinten Vater- begreifen zu lehren, ebensowenig wie Bilder von lande aber wollte und will eine nicht geringe

den einzelnen Hügeln, die da und dort noch Anzahl thörichter Stürmer durch die Verdrän- etwas von der ursprünglichen Formation ahnen quna der klassischen Studien von den Gymna- lassen. Die einzelnen Tafeln benüken neben fien unter der Fahne eines falsch verstandenen den Resten der Bauepochen auch die UbbildunBildungsideals eine der wesentlichsten Grunde gen auf Münzen, Reliefs, Terrakotten, um eine lagen seiner nationalen Bildung rauben. Funen Vorstellung von der äußeren Erscheinung der tritt in der Vorrede zu dieser zweiten Auskabe aufeinander folgenden Zeiten zu vermitteln. Die Muller im Namen der mobren Bildung icharf Abdrüde nach Photographien sind m. E. öfter entaegen, und stellt dem unverstand der deut- zu klein, um recht wirksam zu sein. Die Eins

chen Reformer das Beispiel des rafen D. Tol: leitung giebt eine zusammengedrängte, die wich ftoi entgegen, der von 1866 bis 1880 Leiter des tigsten Momente in heller Beleuchtung zeigende ruliichen Unterrichtswesens war und in seinem

Darstellung der Stadtgeschichte, oft geistreich, Vaterland gerade den entgegengejekten Weg ein- aber manchmal in der Geschichte der Kunst alljólug, indem er den Lehrplan der russischen zu fühn rekonstruierend. Doch diese AusstellunMittelschulen möglichst den der deutschen Án: gen sollen das Urteil nicht verfümmern, daß italten anzugleichen suchte, ein Plan, den er aud der Atlas eine interessante, sehr dankenswerte trok mancherlei Schwierigkeiten durchsetzte. Wenn Förderung unserer römischen Studien bedeutet. heute in Rußland Männer in diesem Geiste wirs

R.

Das humanistische Gymnasium 1897. I.

Das literarische Vorträt der Griechen im suchung eine wissenschaftliche Kraft – beinahe

fünften und vierten Jahrhundert v. Chr. möchten wir sagen eine Erkenntnisquelle. Mit Von Jvo Bruns, ord. Professor an der der Behandlung der Redner und namentlid des

Universität Kiel. Berlin 1896. Besser. Demosthenes sind wir weniger einverstanden. Wir machen unsere Lejer gern auf dieses Wir zweifeln, ob die Bilder oder Zerrbilder, die Wert aufmertjam, in welchem sie sehr viel mehr ein Ankläger oder Vertreter der anklagenden finden werden, als sein Titel auf den ersten Partei von den Angeklagten entwirft, überbaupt Blick zu versprechen scheint. Der Verfasser unter den Begriff des litterarischen Porträts versteht unter litterarischem Porträt die besondere fallen, und den Demosthenes namentlich wird Art, mit der Persönlichkeiten in den wichtigsten man ganz falsch auffassen, wenn man von ihm attischen Litteraturdenkmälern des 5ten und als Gerichtsredner ausgeht; die Logographen4ten Jahrhunderts von Thukydides z. B. oder beredtsamkeit erscheint uns bei ihm als etwas Herodot u. i. w. charakterisiert sind, und es Nebensächliches, und die leidenschaftliche Invektive leuchtet ein, daß eine Untersuchung dieser Art, gegen Ajchines z. B. läßt sich zwar nicht in namentlich wenn sie mit so viel Licht und unscrem Sinn rechtfertigen, aber wohl begreifen, Gründlichfeit geführt wird, wichtige Beiträge für wenn man den Demosthenes als Staatsmann grundlegende Fragen der Geschichte dieser frucht- und Staatsredner begriffen hat. Der Verfafier barsten Zeit im Leben des frühesten und bedeu- mag Recht haben, wenn er in der Leidensdafta tendsten Kulturvolts liefern muß – 3. B. für die lichkeit und Unwahrhaftigkeit, die auch vor Ger erste, welche der Darsteller griechischer Geschichte richt der Gegenpartei gegenüber alles für er: sich stellen muß: wie viel Glaube ist diesen Dent: laubt hielt, ein Zeichen moralischen Rüdgangs mälern, die für uns jämtlich Quellen ersten fieht, wiewohl wir bekennen müssen, daß wir Rangs sind, beizumesjen hinsichtlich der in ihnen keinen so großen Unterschied finden können geschilderten, redend eingeführten, beurteilten, an zwischen den zügellojen politischen Invektiven des griffenen, verteidigten Persönlichkeiten? Es er: Aristophanes, und den leidenschaftlichen Diatriben geben sich dann von selbst Blicke auf große litte- des Demosthenes gegen die Privatverhältnisse rarische Strömungen, und man sieht aus dem des Aicines: in diese Art der Befehdung tann Buch mit Genugthuung, wie tief unter die Obers man sich nur finden, wenn man Zeiten dierer fläche der Dinge unsere Forschung auf dem Ges politischer Krisis, heftigen Parteienkampjes, Zeis biete der griechischen Geschichte schon gedrungen ten, wo es sich um Leben und Tod des Vater: ist. Bruns hat sein Buch von 594 Seiten in landes handelt, wie wir Alteren, selbst erlebt 4 Abschnitte gegliedert. Das erste Buch betrach- und nicht blos vom Studierzimmer aus betrachtet tet die Geschichtschreiber, Thukydides, Xenophon, hat. Der seinsinnige Gelehrte scheint uns feinen Herodot neben gjokrates' Euagoras unter jenem rechten Maßstab für einen heißblütigen Patrio: Gesichtspunkt, der anfangs etwas künstliches und ten wie Demosthenes zu haben, der einem poli: gemachtes zu haben scheint, der aber sehr bald tischen Gegner von der Art des Ajdines gegen: dem Lejer als ein fruchtbarer einzuleuchten be: über sich in mehr als amerikanischer Weise der ginnt und, je weiter er der Unterjuchung folgt, Leidenschaft überließ -- kein gutes Haar an mehr und mehr einleuchtet; das zweite Buch die ihm ließ, was man vielleicht im alten Athen Komödie, und hier, wie sich versteht, interessiert ebensowenig tragisch nahm, als man dies heute vor Allem das Ergebnis der Untersuchung über in Amerika thut.' Aristophanes' Wolken; das dritte ist übersdrieben Wir wünschen und hoffen, daß unsere Kols ,,Die Philosophen“ und dreht sich, wie natürlich, legen vom Gymnasium diejem im besten Sinne ganz besonders um das Platonische und Xeno: aufflärenden und auch in dementsprechend klarer phontische Sokratesporträt; das vierte bespricht Sprache geschriebenen Buche die gebührende unter dem Titel „Die Redner“ die Art, wie bei Aufmerksamkeit schenken möchten. Es gehört zu Antiphon, Lysias, Andofides, Jjäus, Demo- der ganz besonders preiswürdigen Ärt von fthenes und Äschines die Persönlichkeiten ge: Untersuchungen über die für das Geistesleben dildert werden. Den größten wilienschaftlichen der Menschheit jo außerordentlich frugtbare Wert hat ohne Zweifel das dritte Buch, in dem Periode, die in dein Lejer den unmittelbaren sehr eingehend die einzelnen Dialoge und Schrif- Drany wachrufen, die Urkunde selbst wieder nados ten Platons und Xenophons durchgemustert wer: zulesen und sie mit dem Verfasser und unter den, überall der geschichtlichen Wirklichkeit nach den von ihm gegebenen Gesichtspunkten aufs Neuc gespürt und, wie uns scheint, ein ehr wichtiger zu durchdenken.

D. Jäger. Beitrag, ja in der That erst eine haltbare Grunds lage für die Kenntnis des wirklichen Sokrates 6. Ehrhart und 5. Pland, Syntar der gewonnen wird. Man sieht, wie hier der Ver: französischen Sprache. Stuttgart 1896, fasser auf seinem eigensten Felde sich bewegt: Paul Neff. X und 211 S. bei jedem Schritt fühlt man sich angesprochen Die Verfasser haben ihrem Wert den Grunds durch die Ruhe und Sicherheit der Untersuchung, jaz strenger Wissenschaftlichkeit vorangestellt. der zugleich jene Wärme beigejellt ist, die den Sie versuchen mit Glüc, die wesentlichen Ero Lejer gewissermaßen zum Vertrauten des Schreis scheinungen der französischen Syntar übersichtlich benden macht. Sie ist bei einer geschichtlichen, zu gruppieren, systematisch zu ordnen und rationamentlich einer litterargeschichtlichen Unter- nell – aus logischen und psychologisden Ges

setzen – zu begründen. Auf äußerliche Voll Delanghe, Französische Sprachlehre 88 S. ständigkeit ist verzichtet. Für die Benüßung Gießen 1896. Verlag von Emil Roth. wird vorausgesetzt, daß der Schüler bereits eis Vor den Wille'ichen Heften, die fürzlich nen dreijährigen französischen Unterrichtsturs in dieser Zeitsdrift besprochen wurden, besigen hinter sich hat. Das geistvolle Buch verlangt die vorliegenden insofern einen Vorzug, als von Lehrern und Lernenden ein hohes Maß ihnen die betreffenden Hölzelbilder selbst jeweils geistiger Arbeit. Dennoch, oder vielmehr gerade beigegeben sind. Der Anschauungsstoff ist gedarum dürfte es sehr geeignet sein, ein wahres ichidt und mit pädagogischer Umsicht verwertet. – Verstehen und bewußtes Erlernen des Französischen Die Sprachlehre schließt sich eng an den Sprachzu vermitteln, und jo die ersehnte, zeitgemäße stoff der Konversationsübungen an. Umgestaltung des französischen Unterrichts her

Ha. beiführen helfen.

Es liegen vor uns sieben Bändchen ,,Prosateurs Friedrich Bed, Französische Grammatit modernes" aus dem Verlag von Jul.

für bumanistische Gymnasien. 230 Zwißler in Wolfenbüttel. Sechs davon S. geb. 2,50 M. Derselbe, Übungs sind für den Schulgebrauch bearbeitet von nnd Lesebuch zur franz. Grammatit, I. Oberlehrer . Bretsdneider an der Real140 S. 1,50 M. Derjelbe, Franzöfisches schule mit Progymn. zu Rochlik in Sachsen Vokabular für Gymnasien. 136 S. und zwar: Bd. I, De Phalsbourg à 1,20 M. München 1896, Verlag von Marseille etc. nach G. Bruno, Tour de Piloty und Loehle.

la France. Mit Karte, 3. verb. Aufl. Grammatik und Übungsbuch sind zunächst 1895; kart. 1,20 M. Bd. III, Récits et für bayerische Oyninasien bestimmt und nehmen entretiens familiers sur l'Histoire de darum sorgfältig Rücksicht auf die bayerische France jusqu'en 1328 par Ernest LaSchulordnung vom 23. Juli 1891. – Dem visse, 1893; kart. mit Wörterb. 75 Pf. Terte des Lehrbuchs ist ein kurzer Abriß Bd. V, La Bouillie de la Cesse Berthe der historischen Grainmatit vorausgeschidt. par Alex, Dumas, 1894; tart. 50 Pf. Der Unterrichtsstoff wird der Schulordnung Bd. Vi, Gutenberg par A. de Lamargemäß auf drei Jahreskurse verteilt: 1. Formen: tine, 1894, broch. 25 Pf. Bd. VII, Lettlehre mit Ausschluß der unregelmäßigen Verba, res de famille par Mme Z. Carraud, 2. Unregelmäßige Verba und einfachere Regeln 1894; tart. 1,20 M. Bd. VIII, Confider Syntar. 3. Die gesamte Syntar. – Der dences d'un joueur de clarinette, par bis jebt vorliegende Teil 1. des Übungs- und Erckmann – Chatrian, 1895; kart. 80 Pf. Lejebuches ist für das erste Jahr des fran Bd. IV, von Oberlehrer Dr. Adolf Areß: zösischen Unterrichts bestimmt. Er hält sich eng ner an der ev. Neuen Realschule zu Kassel: an die Grammatit. Der Stoff ist nach der Contes Modernes von A. Daudet, J. ständigen Grundjägen ausgewählt und geordnet. Lemaître, J. Simon, Ph. Gille, J. In den Tert der französischen Gedichte hat Bedt Claretie, P. Bonnetain, L. Halévy. häufig deutiche Erläuterungen eingeflidt. Diese 1893. kart. 1. M. Störung des poetischen Empfindens läßt sich bei dem reichen, so sehr verschiedenartigen und schwerlich rechtfertigen. – Das Vokabular doch zum Gebrauch für die Jugend unserer bringt einen stattlichen Bruchteil der häufig Schulen, mit einer einzigen Ausnahme, durchaus gebrauchten Wörter in etymologisch-alphabetischer geeigneten Inhalt der sieben Bändchen, bedauern Anordnung.

wir, um des uns zugemessenen Raumes willen 3. B. Peters, Französische Schulgram uns sehr kurz fassen zu müssen. Wir beschränken

matit. 3. Aufl. 109 S. Leipzig 1896, uns daher auf folgende Bemerkungen: Bd. I, August Neumann (Fr. Lucas).

desjen Inhalt schon so viele verschiedene Bear: in dieser Auflage hat der Verfasser die beitungen gefunden hat und für alle Französisch tabellarische Darstellung aufgegeben, die seinem lehrenden Schulen gleichmäßig sich eignet, dürfte, Wert bisher ein eigentümliches Gepräge verlieh. gleich Bd. III, am besten für die unterste Stufe Aber dem Grundsatz ,Nichts zu viel“ ist er selbständiger französ. Lektüre, jei's in Knaben-, treu geblieben. Sein Buch ist immer noch eine sei's in Mädchenschulen, sich empfehlen. EbenGrammatit im Lapidarstil. Sie will nicht dahin gehört wohl inhaltlich Bd. V. Dagegen mehr enthalten als das Penjum, das in den dürften sich Bd. IV, VI, VII, VIII mehr für sicheren Besitz der Schüler gelangen soll und die mittlere Stufe selbständiger Lektüre eignen. muß. — Papier und Druck sind wie in den Bd. IV bietet für die Klassifikation injojern, früheren Auflagen vortrefflich. – Ein Anhang wie uns bedünft, einige Schwierigkeiten, als der enthält die wichtigsten Regeln für die franz. sehr verschiedene Inhalt, jeinem Charakter nach, Zeichenjeßung und Silbentrennung. Dieses ieils mehr für Mädchen-, teils mehr für Knaben: Kapitel ist auch als Sonderabdruck erschienen. jchulen paßt, und zwar die beiden ersten ErDurand und Delanghe, Die vier Jahregs zählungen, von A. Daudet, und die lezte, von

zeiten, für die franz. Konverjationsstunde 2. Halévy, für die lekteren, die 4 mittleren nach Hölzels Bildertafeln bearbeitet. I. der mehr für Mädchenschulen. Die 3te, L'Imagier Frühling, 20 S. II. der Sommer, 16 S. von Lemaître, scheint ims mit ihrer Mystik und 2. Aufl. – Im Anschluß daran Koch und ihrem völlig unglaublichen, das Wunderhafte zur Karikatur entstellenden Schluß überhaupt ist das „ Alpensystem“. Der ostafritanische Graben für die Schule völlig ungeeignet u. sollte fünftig wird neu besprochen, ebenso neuere Gebirgsbileinfach weggelassen werden. Auffallend ist, daß dungshypothesen und sehr vieles mehr. Im die 4te Erzählung, von I. Simon: Colas, Co: Gegensatz zum ersten Band ist der zweite erheblich lasje u. Colette, die in ihrer humoristischen kleiner geworden. Die Kürzungen sind auf Durchführung recht nett ist, bei der Inhalts: Kosten der historischen Geologie ausgeführt. angabe völlig ausgelassen wurde. überhaupt So interessant und anregend viele der wegges ist die Korrektheit des Druckes in allen Bänd. fallenen Einzelheiten find, möchte ich doch nicht chen nicht gerade die stärkste Seite der Samm: glauben, daß diese Veränderung (statt 654 sind lung. Wir haben in jedem einzelnen eine ziem: es immer noch 480 S.) den Wert des Buches liche Anzahl Drucjehler bemerkt. Es sollte herabsett. Die beiden andern Abidnitte des hierauf künftig etwas mehr Sorgfalt verwendet zweiten Bands, „topographische Geologie“ und werden. Übrigens aber können wir alle Bänd: „die nutzbaren Minerale" find an Umfang gleich dhen empfehlen.

geblieben, der erstere natürlic, jehr umgearbeitet. Heidelberg.

Dr. H. Müller. Die Illustrierung des Werkes ist auch vielfach

geändert. Recht ansprechende neue Bilder find z. B. der Gipfel des Popocatepetl und der Kilimandscharo. Im übrigen ist die Auss

stattung die bekannte mustergültige der Prachts Erdgeldichte von Prof. Dr. M. Neumayr.

werke des bibliogr. Instituts. Das Wert sollte Il. Aufl., neubearb. von Prof. Dr. P. Uh

als eines unserer klassischen naturwissenschaftlichen lig. 2 Bde mit zusammen 1393 u. XXIV S., 873 Abb. im Tert, 22 Farbendr. u.

wirklich in keiner Mittelschulbibliothek fehlen.

C. Uhlig. 12 Holzich.-Tafeln u. 4 Karten. Leipzig

Sammlung Göiden, Stuttgart, in Gzlwd. je und Wien, Bibliograph. Institut, 1895.

80 Pig. 30. E. Gelcich u. 8. Sauter, Halbfranz. 32 Mart.

Kartenfunde 160 S., etwa 100 Abb. Seit 1885, wo Neumayrs Erdgesch. zuerst

1894. — 37. 301. Klein, Chemie, anorg. erschien, hat dies Buch in immer weitern Kreis

Teil, 159 S. 1894. jen bewundernde Anerkennung gefunden. Der

Die Hoffnung, etwas recht Praktisches vors geniale Forscher war bei der Abfassung seines

zufinden, die der Name Gelcich erwedt, wird

, Werkes mit jeltener Gewissenhaftigkeit in allen Dingen auf die Originalarbeiten zurüdgegangen.

durchaus erfüllt. Einteilung: 1. Kartenpro

Lettionelebre,' 11. Topographie. Der Stoff von Der Fachmann nennt die Erdg. trotz ihrer

I ist nach histor. Princip angeordnet, was uns populären Form mit an erster Stelle unter den

en gewöhnlich. Es läßt sich aber nicht leugnen, geologischen Lehrbüchern. Der anziehenden

egenoen daß das kleine Wert sich grade deshalb jo an

S Gruppierung des Stoffes und Neumayrs ein

genehm liest. Die mathemat. Partien der Dars facher, dabei geradezu klasliis schöner und fesselnder Dittion verdankt das Wert seine allgemeine

stellung find durchaus elementar, so daß auch der Beliebtheit. Die Erdg. ist zugleich eine wissen

naturwissenschaftlich mangelhaft gebildete Geos

graph das Buch gern benußen wird. Die geometr. chaftliche Arbeit ersten Ranges, zugleich das

Abbildungen sind recht gut, bei den verkleis beste populäre Wert auf ihrem Gebiet.

nerten Reproduktionen alter Karten muß j. Ungewöhnlich reiches Material ist der Geologie

T. der Druck beanstandet werden. Im Litteim lepten Jahrzehnt zugeflossen, in manchem

raturverz. solite N. Herz, Lehrbuch der Lands wichtigen Punkt hat diese Wissenschaft durch gehende Änderungen erfahren. Die Erdg. bes

fartenprojektionen, nicht übergangen werden. Im durfte einer Neubearbeitung. Unterdefien war

übrigen ist die Kartenlunde zum ersten Selbstuns Neumayr in der Blüte seiner Jabre ent

unterricht ebenso geeignet, wie zur Wiederholung. risjen worden.

-- Das gleiche gilt von der anorgan. Chemie. Seine Erdg. aber hatte das Glück, seinem ehemaligen Añistenten und Schüler

3hr erster Teil giebt jeweils durch Beispiele V. Uhlig zur Herstellung der neuen Aufl. ans

erläuterte, gut verständliche theoretische Auseins

andersebungen. Daran schließt sich vertraut zu werden. U. hat sich dieser ichwierigen

die Bes

sprechung der Metalloide und Metalle in zugleich Aufgabe mit ebensoviel Pietat wie Beschic

unterhaltender und belehrender Form. -9. unterzogen. Wir haben trop der vielfachen und tief greifenden Änderungen eine Fortführung . Sattler. Aufgaben aus Pkysik und Chemnit. des Werkes in Neumayrs Geifte vor uns.

Braunschweig, Fr. Vieweg u. Sohn. 1895. In größter Kürze seien die wichtigsten Um 200 S. gr. 8. Preis 1,60 M. gestaltungen erwähnt.

Vorliegende Aufgabensammlung ist bestimmt Der erste Band (allgem. Geologie) ist in der für Schulen welche den Unterricht in der Physil Mehrzahl seiner Abteilungen erweitert. Im rein auf das Erperiment, nicht aber auch auf Kapitel „Vultane“ sind u. a. die neuesten mathematische Ableitungen stüßen. Für solche Äußerungen vulkanischer Thätigkeit nachgetragen; Anstalten liefert der Verfasser eine brauchbare, die itingsten Arbeiten auf diesem Gebiet, wie z. tief ins Detail gehende, insbesondere das volls: B. Thoroddsens Untersuchungen Islands und tümlich Braudbare umfassende Sammlung von Danas „Gec. der Vulkane Hawaiis" sind rechnerischen und physikalisch-technischen Fragen. verwertet. Am stärksten umgearbeitet ist der Dieselbe kann dem Lehrer zweifellos von Nuken Abschnitt „Gebirgsbildung“. Ganz umgestaltet sein.

B. 2. M.

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