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Ehrengabe von seiten der höheren Schulen bestand in einem auf eine Onyr-Säule gestellten Becher aus reinem Silber und Gold in getriebener Arbeit. Der Dedel trägt eine Statuette der Pallas Athene. Um das Mundstück des Pokals läuft die Inschrift:

Τον σοφίης κρητημα μέγαν πάσιν κεράσαντα

Ascxvópeedo sprzpū tepoopovéwç xóalxl. Den Sodel schmücken Medaillons, enthaltend den Namenszug W. S., sowie auf Kunst und Wissenschaft bezügliche Embleme mit der Inschrift:

Τώ πάσης επιστήμης επιμελητή το όγδοηκοντούτει οι φίλοι. Den Sockel zieren vier Medaillons, die im Relief die Köpfe des Homer und Sokrates und des Sophokles und Anakreon zeigen, eigens nach Antiken für den vorliegenden Zweck abgeformt.“

Der Jubilar jandte uns unter dem 10. August folgende Zeilen mit dem Ersuchen um Veröffentlichung: „Die vielfachen und wahrhaft erquicfenden Beweise herzlicher Teilnahme, welche mir zu meinem achtzigsten Geburtstage, insbesondere aus der Schulwelt, zugegangen sind, haben mich tief ergriffen. Meinem aufrichtigen und warmen Danke für so reiche Güte gesellt sich der Ausdruck der festen Überzeugung, daß die Liebe und Sorge, welche mich von jeher mit den höheren Bildungsanstalten meines Vaterlandes verbunden hat, bis zu meinem Lebensabende andauern werde.“

Dr. Wilhelm Schrader. Diese Liebe und Sorge trägt, meinen wir, auch dazu bei, den verehrten Mann trop des hohen Alters, froß schwerer Schidjalsschläge geistig wie körperlich so wunderbar rüstig zu erhalten. Die ungebeugte Gestalt erscheint bei ihm zugleich als Symbol der durch keinen Wahn des Tages gebeugten Überzeugung. Ein solcher Mann in einer Zeit schwankenden Zweifelmuts und des Haschens nach pädagogischen Trugbildern ist Tonov avtáčios mv.

Kleine Mitteilungen. Die preußijden Vereine der Lehrer an den höheren Schulen. über Verhandlungen und Schritte von einigen dieser Vereine soll im einem der nächsten befte Näheres berichtet werden, ebenso über Vereine, die außerhalb Preußens ähnliche Ziele verfolgen, und über das Verhalten einzelner Regierungen zu diesen Vereinsbestrebungen (vgl. übrigens oben S. 153 fg. und S. 163). Heute veröffentlichen mir nur auf einen uns ausgesprochenen Wunsch folgende Lisie, welche die Namen der preußischen Provinzialvereine, die abgerundeten Mitgliederzahlen, Namen und Wohnort der Vorsißenden und der Schriftführer, Drt und Zeit der nächsten Versammlung, so weit solche schon in Aussicht genommen sind, und die Höhe des Jahresbeitrages angiebt.

1. Verein von Ost- und Westpreußen, 550, Direktor Rahle in Danzig, Oberlehrer Kantel in Tilsit, Thorn um Pfingsten 1898, 3 Mart.

2. Brandenburg, 295, Prof. Dr. Mann in Brandenburg, Prof. Dr. Siegfried in Fürstenwalde, Pfingsten 1898, 3 Mark.

3. Berlin, 780, Prof. Dr. Lorking in Friedenau Ringstraße 59, Oberl. Dr. Kersten in Berlin N. W. Wilsnacterstr. 24, 3 Mark.

4. Pommern, 280, Prof. Jonas und Prof. Lange in Stettin, Oktober 1898, 1'/2 Mart.

5. Pojen, 250, Prof. Collmann und Oberl. Schacht in Polen, Posen Pfingsten 1898, 3 Mark.

6. Schlesien, 600, Prof. R. Schmidt und Oberl. Wekel in Breslau, Breslau Dstern 1898, 1 Mart.

7. Sachsen, 543, Dir. Dr. Hachtmann in Bernburg, Prof. Kanngießer in Magdeburg, Sept. 1898, 2 Mark.

8. Schleswig-Holstein, 230, Dir. Dr. Wallichs in Rendzburg, Prof. Knüppel in Husum, Rendsburg Mai 1898, 2 Mark.

9. Hejjen= Naijau, 500, Prof. Dr. Lohr in Wiesbaden, Höchst 18. Mai 1898, 3 Mart.

10. Hannover, 520, Dir. Fiehn und Oberl. Dr. Reißert in Hannover, Þannover Dez. 1897, 2 Mark.

11. Westfalen, 500, Dir. Dr. Darpe in Coesfeld, Prof. Dr. Rübel in Bielefeld, in Soest Juli 1898, 2 Mart.

12. Rheinprovinz, 950, Prof. L. Stein am Marzellengymnasium in Köln, Düsseldorf Januar 1898, 3 Mark.

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Deutsche Nationalfeste. Berichte über den Plan deutscher Nationalfeste und über die konstituierende Versammlung zur Bildung eines Ausschusses für diesen Zweck haben unsere Leser in dem I. Hef: dieses Jahrgangs (S. 27 fg. 29 fg.) gefunden. Unterdessen hat die Angelegenheit, Dant besonders der rührigen Thätigkeit von Herrn von Schenckendorff und von vofrat Dr. Rolfs in München, einen sehr guten Fortgang genommen. Eingehende Auskunft geben die „Mitteilungen und Schriften des Ausschusses“ (in Verlag von R. Dldenbourg in München und Leipzig, der Preis des einzelnen Heftes 70 Pig., der eines Bandes von 12 Heften 7 Mart). Das vierte im September erschienene Heft enthält unter Anderem einen Aufjaß des allen Freunden von Leibesübungen wohlbekannten Mediziners Dr. F. A. Schmidt in Bonn, der einen Plan entwirft, wie alle gymnastischen Übungen in einer geschlossenen Einheit auf die Feststätte zu bringen seien, so daß die Festteilnehmer sich in einem Gesamtbild an allem zu erfreuen vermöchten, was heute in Deutschland zur Erzielung körperlicher Tüchtigkeit getrieben wird. Das fünfte Heft, das im lezten Monat diejes Jahres ausgegeben wurde, brachte den ersten Teil eines Aufsates von Dr. Rolfs über die Beteiligung der Kunst auf den deutschen Nationaljesten. Hier werden die Aufgaben besprochen, die der Baukunst, Malerei und dem Kunsthandwerk zufallen werden, während im nächsten Heft die Beteiligung des Schauspiels und der Musik erörtert werden soll. In den Ausschuß sind jeßt hervorragende Männer aus den verschiedensten Berufsfreisen und von den verschiedensten politischen Parteien getreten. Ein lebhafter Wettbewerb um die Ehre, die Feststätte zu bieten, findet zwischen einer Reihe von Orten statt. Versammlungen und Schriften treten mit großem Eifer für Cassel, Goslar, den Kyffhäuser, Leipzig, Mainz, den Niederwald ein. In lekter Stunde hat sich auch noch Frankfurt a./M. den Bewerbern zugesellt. Für den Niederwald regen sich die Vertreter von 20 rheinischen Städten. Mehrfach sind zur Empfehlung einzelner Drte schon ins Einzelne gehende Pläne entworfen, wie die Feststätte bei jenen hergerichtet werden könne. Vom 20. Oktober bis zum 1. November besichtigte der Arbeitsausschuß für die deutschen Nationalfeste die empfohlenen Örtlichkeiten und verhandelte mit den Ortsausschüssen, welche die Sache in ihre Hand genommen hatten. Durchaus unrichtig ist, daß man sich für das Kyffhäuserprojekt entschieden

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habe. Die Frage des Festortes ist noch eine durchaus offene: sie wird erst Mitte Januar 1898 durch eine Versammlung der Ausschußmitglieder erledigt werden.

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Litterarische Anzeigen. Meyer) Konversations-Lexikon. Soeben ist ler und Th. Ziehen (Prof. der Physiologie der 17te, der Schlußband, erschienen, und das an der Univ. Žena). Bibliographische Institut darf mit großer Ge- Wenn wir auch Prof. Voltelt zustimmen, nugthuung auf die Vollendung diejes Werkes der in seinem auf der Dresdener Philologens sehen. Es ist jetzt nach Inhalt und Ausstattung versammlung gehaltenen Vortrage (fieh oben die bedeutendste Erscheinung auf dem Gebiet der S. 155-157) ausführte, daß die Bedeutung encyklopädischen Litteratur in Deutschland und der Piychologie für die Pädagogit jept mehrs wird gewiß den verschiedensten Fragestellern mit fach überschäft werde und daß auch von der jeltenen Ausnahmen vollbefriedigende Antworten erperimentellen Piychologie nur innerhalb enger geben. Wo es nicht der Fall sein sollte, genügt Grenzen ein Nußen für die Pädagogik zu hoffen die unermeßliche Schwierigkeit jolcher Arbeit jei, so wird doch andrerjeits nicht geleugnet wer. zur Entschuldigung. Größte Genauigkeit des den fönnen, daß man fortwährend Umidau hal. Bebotenen jollte sich hier mit zwedmäßiger ten muß, wieweit zur befriedigenden Löjung der Auswahl, die möglichste Knappheit mit einer Aufgaben des Lebrers und Erziehers psycholos Klarheit verbinden, die auch dem Bedürfnis gische und physiologische Erkenntnisse beitragen desjen entspricht, welcher mit dem Gegenstand können. Die Verausgeber der genannten Samms völlig unbekannt ist. Wir haben in unseren lung sind der Ueberzeugung, daß es nicht bloß Besprechungen verschiedener Bände wiederholt an der pädagogischen Anwendung solcher Erbemerft, wie geschidt diese Aufgaben von den fenntnisje start mangelt, sondern vermissen vor Verfassern der unendlich mannigfaltigen Artikel Allem eine genügende Anzahl feststehender Er: gelöst sind. Hier möchten wir noch besonders gebnisse der psychologischen Forschung, die für auf die Gründlichkeit und die geschidte Anord- die pädagogische Praris verwendbar wären. nung in den umfassenden Artikeln über Länder, „Von einer empirischen pädagogischen PiycholoVölfer, Wissenichaften, Künste, Gewerbe hin- gie tann, streng genommen, noch gar nicht die weisen. Es liegen da zumteil Belehrungen vor, Rede jein. Vereinzelte Versuche haben hier die den Wert von vortrefflichen wisienschaftlichen allerdings dem Anscheine nach gezeigt, daß Mans Einzelschriften besigen. Auch müssen wir noch ches mit einiger Sicherheit festgestellt werden einmal hervorheben, von welcher Vollendung fann, was jich bis dahin anders zu verhalten alle Schwarzbilder und Farbendrude sind: es schien. Aber so bestechend und verführerisch wird sich durch sie eine große Menge klarer diese Ergebnisse bisweilen sind, so können doch Anschauungen in weiten Kreijen verbreiten, die angestellten Beobachtungen nicht als aus: Das einzige Fragezeichen, das wir machen reichend erachtet werden, da sie in der Regel müssen, betrifft nicht die Gegenwart, sondern vereinzelt bleiben und noch immer der Ergändie Zukunft. Es ist die Frage : wie wird bei zung, Kontrolle und Korrektur durch zahlreide, der heutzutage jo überaus rasch schreitenden methodische und zielbewußte Versuche harren. Weiterentwidlung unzähliger Dinge das Wert Eine Aufgabe der Zukunft muß es jein, Mes auf der Höhe erhalten werden, daß es in feinem thoden zu suchen, nach denen umfassende Beobwesentlichen Stüd veraltet erscheint ? Eine sechste achtungen in der Praris angestellt werden köns und weitere vermehrte Auflagen wird jedenfalls nen, um zu gesicherten Ergebnissen zu gelangen, das nächste Jahrhundert bringen; aber, bis sie sie unserem Sdulwesen zuzuführen und darerjchienen sind, und für die Besiter der jünften nach Erziehung und Unterricht zu gestalten. Auflage auch, nachdem jene erschienen, wird wohl Dabei wird jpeziell die Hülfe der Hirnphysiodurch einen oder zwei Supplementbände geholfen logie und der auf der Hirnphysiologie fußenden werden müssen. Da mag dann außer dem physiologischen Pindologie nicht zu entbehren Neuen auch dieses und jenes Alte, was etwa jein.“ zufällig übersehen ist, seinen Plak finden, und Damit ist im Allgemeinen das Ziel der icon es mögen Freunde des Wertes, was sie in dieser veröffentlichten und der in Aussicht gestellten Hinsicht bemerken, der Verlagshandlung mit Abhandlungen bezeichnet. Vier Befie liegen teilen.

bereits vor: 1. Der Stundenplan. Ein Rapis

tel aus der pädagogischen Psychologie und PhyEine für die Erziehungswissenschaft und die fiologie, von H. Schiller; 2. Die praktische pädagogische Praris wichtige Unternehmung ist Anwendung der Sprachphysiologie beim ersten kürzlich von der Verlagshandlung Reuther Lejeunterricht von dem Mediziner Herm. Guß und Reichard in Berlin begonnen worden: mann; 3. Ueber Willens- und Charakterbildung Die Sammlung von Abhandlungen aus auf phyjiologisch-vsychologischer Grundlage von dem Gebiete der pädagogiiden Psydologie I. Baumann (dem Prof. der Pincologie in und Physiologie, berausgegeben von D. S ils Göttingen); 4. Unterricht und Ermüdung. Ers

u.

müdungsmessungen an Schülern des neuen Gym- Allerhand Sprachdummheiten. Von Gustav najiums in Darmstadt, von Dr. Ludwig Waga Wuftmann. Deipzig bei F. W. Brunow. ner (früher Mitglied des pädagogischen Semi 410 S. Preis geb. 2,50 M. nars an dem genannten Gymnasium). In Auss

Die zweite, „verbesserte und verinchrte“ Auss jicht gestellt sind unter anderen Arbeiten über

gabe ist 1896 erschienen. „Kleine deutsche Gramdie psychologische Grundlage der Pädagogik, die

matit des Zweifelhaften, des validen und des Konzentration im Gymnasium, Gedächtnis und

Häßlichen“ heißt wieder der zweite Titel, und Aufmerljamkeit, die Bedeutung der Suggestion.

der dritte wieder: Ein Hilfsbuch für alle, die Die namhaft gemachten Mitarbeiter gehören

jich öffentlich der deutschen Sprache bedienen.“ redt verschiedenen Richtungen an und dürften

Es ist zu wünschen, daß auch Gymnasialo bers rich, im selben Raum vereinigt, faum behaglich

primaner zu dieser Menidentlasje noch nicht gefühlen; aber der Gejamtwirtung des Unter

hören, ja jogar, daß sie nicht alle einst dazu nehmens wird das nicht Eintrag thun. Der

gehören werden. Nichtsdestoweniger yat das Substriptionspreis für eine Serie von Abhand

Buch auch für die Schule unleugbar Bedeutung. lungen im Umfang von mindestens 30 Bogen

Ob logischerweise „Grammatik des Falschen“ 1091 7'/: Mart betragen. Auf einzelne Arbeiten behalten wir uns vor, später näher einzugehen.

gesagt werden kann oder nicht, darüber wollen

wir jetzt nicht streiten. Wohlthuend war es Heute wollten wir nur die Aufmertjamfeit un

uns, nicht wieder auf dem Titelblatt zu lesen, jerer lejer, soweit dies noch nötig, auf die neue

was sich dort in unserem Eremplar der ersten Erscheinung lenken.

u.

Ausgabe findet: „Viertes Zehntaujend“. R. Voigtländers Verlag in Leipzig, der sich der deutiche Antibarbarus ericheint jekt um um die Pädagogił schon durch Herausgabe der ein Drittel des früheren Umfangs vermehrt. deutschen Zeitschrift für ausländisches Unterrichts. Das wird Gegner der Richtung des Büchleins welen ein bedeutendes Verdienst erwirbt, fügt veranlajien, noch mehr über unnötige Nörgelei zu diesem jetzt ein neues durch ein Sammels und willfürliche Bejebe zu chelten. Giebt es wert, das rich betitelt: Große Erzicher. Eine ja zwei einander idroji entgegenstehende An: Saritellung der neueren Pädagogik in iidhten über das, was man Jungen und Alten Biographien. In zwangloser Folge werden im Gebrauch der Mutteriprade gestatten darf Lebensbilder von Männern herausgegeben werden,

oder verbieten soll. Die einen wollen größere die auf die heutigen Anschauungen über Er

Freiheit, die andern stärfere Gebundenheit. Die ziehung, insbesondere auf die Entwidlung des

einen wenden den Hegelschen Sak: „Alles, was deutschen Unterrichtswesens von nachhaltigem ift. ist vernünftig“ auf den Spracgebrauch in Einflusie gewesen sind.“ „Durch streng wisjens

all' seiner Mannigfaltigkeit an und ziehen dara idaftliche Forschung jou die Wahrheit über que

helt uber aus auch praktische Schlüsse. Die anderen dieje Delden aus mannigfachen Trübungen heraus, priifen Alles auf seine Berechtigung und stellen gefunden und dann in leicht eingängiger, an- cinen index prohibitorum vocabulorum. Aledaulicher und Ilarer Form dargeboten werden.“

xionum, constructionum zusammen. Zu jes Jedem Bande wird ein gutes Bildnis beigegeben.“

Bildnis bergegeben." nen gehört unter Anderen der wohlbekannte, Das ersterschienene Bändchen enthält die Schil

verdiente Herausgeber der Zeitschrift für den derung von Pestalozzis Leben durch E. von Deutichen linterricht (pal, phen S. 162), muita Sallwürf. Daß hier das in dem Programm mann dagegen meint, daß etwas gebenlajien gegebene Versprechen genauer wissenichaftlicher nur am Blake mi

Pendaftmer nur am Platz wäre, wenn wir in einer Zeit iforidung vollkommen erfüllt ist, bedarf nicht unerträglider Sprachvedanterie lebten: da aber bejonderer Versicherung. Wohl aber möchte ich

gegenwärtig vielmehr die ärgste Sprachverhervorheben, wie trefflich es dem Verfasser ge

verwilderung eingerissen, jo jei dringend gebo: lungen ist, an dem Faden, der durch die Erlebs

ten, daß neben die beschreibende Grammatik nille Pestalozzis und durch seine organisatorischen wieder die gesekaebende trete. Midh dünft, daß und litterarischen Unternehmungen gegeben ist, beide Parteien den Mund etwas zu voll nehzugleich vollfommen klare Einsicht in seine pä- men.. d fann in der That nicht finden, dagogischen Grundansichten zu schaffen. Sehr dar aud Größen zweiten, dritten Kanges aus wohlthuend ist dabei die Wärme des Tones, der ersten Bälite dieies Zabrbunderts weientlich die auch da nicht fehlt, wo der Anschauung beñier 'aeichrieben haben, als man heutzutage und dem Verfahren des menschenfreundlichsten

zu schreiben pflegt, und daß unsere heutige Mannes, den unsere Seit gesehen hat" nicht Švrade geradezu wie verfonumen und verrottet beigeftimmt werden kann. – Das zweite Bänd: oricheinta "lein

erscheint“ (ein Herzenserguß, den allerdings Wustden (von fast gleichem Umfang wie das erste

mann in der zweiten Ausgabe nicht wieder hat und ebenso für 1 M. 25 Pi. fäuflich) hat die

abdruden lassen). Auch ist möglichste EinhelBiographie Basedows von Pastor R. Diestel- tiafeit in formuna. Berbinduna und Gebrauch mann gebracht. Rousseau und Herbart wird

i und Verbart, wird der Wörter (und Worte) für mich ebenjowenig aleidfalls E. von Sallwürf, Fichte und Schleier ein Ideol. mie die Ausrottuna alles nicht Bübmader Theobald Ziegler, Comenius der Direktor

nenmäßigen in der Aussprache. Andrerjeits Dr. Reber in Aschaffenburg behandeln. U.

aber muß man zugeben, daß sehr viele Beoba achtungen und Urteile von Wustmann völlig zutreffend find, und daß auch die Schule nicht feineswegs einfach gleich Schüler. Bei jenem versäumen darf, aus ihnen Nußen zu ziehen. Ausdruck wird zugleich an die vom Lebrer Nur wird sie Grenzen zu ziehen haben zwischen zu leistende Bildungsarbeit gedacht. Uber ein dein, was von den Wustmannschen Vorschriften Anhänger des thörichten Sprachchauvinismus ift schon für untere Klassen, dem, was erst für er nach Theorie und Praris nicht. obere taugt, und dem, was aud für dieje, was Die Abschnitte „Zur Formenlehre", 3ur vielleicht überhaupt nicht taugt. Bei zu großer Wortbildungslehre“ und „Zur Satlebrehaben Menge von Verboten wird Wichtigeres preis: wesentliche Bereicherungen erfahren, auch Ündes gegeben, die Ausmerzung ganz grober Fehler rungen, eine sehr auffällige zum Beispiel S. 156. und die Erreichung leidlich fließender Schreib- In der ersten Auflage hieß es: „Es ist gar art. Vollkommen richtig bemerkt ein Meister nichts einzuwenden gegen Säße wie: Die Aur: deutiden Unterrichts, Gustav Wendt, in der fürstin ließ den Hofprediger rufen, um sie mit den Methodik dieses Lehrfaches: ,,Die deutsche Sprache Tröstungen der Religion zu erquiden. In läßt sich nach ihrer ganzen Anlage nicht jo leicht der zweiten wird geurteilt: Es sind auc jolthe handhaben, als etwa die französische, in der Säre schlecht, wie: Die Kurfürstin ließ .... alles viel genauer bestimmt ist und in Bezug erquiden.“ Wir meinen, das erste Urteil war auf Wortstellung, aber auch im Sakbau, in das richtige. Der Anstoß an dem angeführten der Wahl des Ausdruds viel geringere Freiheit Sat beruht auf grübelnder Erwägung. debris herrscht als bei uns. Eben deshalb ist es für gens ist Vorsicht bezüglich der Infinitivsubjekte den Deutschen auch schwerer, sich die erforder: insbesondere in der Schule entschieden zu fordern. liche Gewandtheit und Geläufigkeit anzucignen. Denn von Unerwachsenen und Erwachsenen mird Wird er aber auf Schritt und Tritt vor Fehs gerade darin oft gefehlt, daß unbestimmt bleibt, lern gewarnt und daran erinnert, daß er sich welches Subjekt zu denken ist, oder daß nav dem besser hätte ausdrüden tönnen, jo wird er noch sprachlichen Ausdrud ein ganz unpassendes Subs weniger das Zutrauen zu seinen eigenen Kön- jeft gedacht werden muß. Vielleicht holt bei nen gewinnen, dessen es vor Allem bedarf, um einer dritten Auflage der Verf. aus seinem auch im Stil die vorhandene Naturanlage zu Dummheiten-Archiv auch solche Beispiele hervor. erfreulicher Entfaltung zu bringen.“ (Es folgen Das Schlimmste, was uns begegnet ist, war Bemerkungen gegen die übertriebene Verfolgung die Bemerkung in dem „Lebenslaufe eines von derselbe, von welcher und von Fremda íchweizerischen Abiturienten: Es ist der lang. wörtern.)

jährige Wunsch meiner Eltern, Theologie zu Neu ist in der zweiten Auflage des Muft: studieren.“ Auch wäre bei der Erörterung über mannichen Buchs vor Allem der lette Abschnitt: „um zu“ für Teile von Süddeutschland und „Zum Wortschatz und zur Wortbedeutung“ für die Schweiz die Warnung vor dem sehr neu und sehr beachtenswert und zumteil auch verbreiteten Gallicismus für zu“ am Plak. jehr erheiternd. Der Verfasser gebietet hier Fragt man nach den Gründen, auf die fid gleichfalls über reiche Kenntnis von Verkehrt: die Verurteilungen Wustmanns stüßen, jo find heiten, und gerade in der Wortwahl wird ja es bald logische, bisweilen auch historische, von jungen und von alten Knaben häufig be- am häufigsten aber ästhetische. Und er selbst lustigend gefehlt. Jeder Lehrer des Deutjchen erklärt jetzt in dem Vorwort: Gewit handelt würde die Beispiele von solchen Fehlgriffen leicht es sich in diesem Buche zu drei Vierteln um vermehren können, insbejondere die von sinnlos Geschmadsfragen. Meinen Geschmad aber Jes gebrauchten oder entstellten Fremdwörtern; und mand aufdrängen zu wollen, fällt mir garniot jeder Schulleiter erlebt wohl jährlich einen oder ein.“ Er will nur darlegen, was ihm mitjalit einige Scherze besonders dieser Art im Verfehr und gefällt, und durch Gegenüberstellung von auch mit Eltern. Die von W. angeführte Beidem verjuchen, zu jeinem Gejdmad zu be: Verwechslung von abfolvieren und absor: fehren. Das ist ein unanfechtbarer Standpunkt; bieren ist auch uns vorgefommen und in noch und es wird nur darauf ankommen, wie viele schredlicherer Weise. „Seine Studien absorbies bekehrt werden und in wie vielen Punkten. ren“ mag noch angchen; „Mein Sohn sollte Manchen seiner Verdammungen gegenüber wird doch die Untersekunda absorbieren“ klingt hod)- sich, glauben wir, nicht bloß ein milderes Urteil gefährlich. Noch unbelannt aber möchte W. behaupten, jondern dauernd entschiedener Widerund anderen die Verderbung eines allgemein ipruch tottfinden. Und auch das wird fiber gebräuchlichen Fremdwortes sein, die uns auf vorkommen, daß Mustmanns eigene Ausdrudss einem Entschuldigungszettel begegnete: „August weise nicht ästhetisch gefunden wird. Seine konnte gestern wegen Urrä nid)t in die Schule unbedingte übneigung gegen die sogenannte tommen.“ Das Di gitt dabei offenbar als Inversion nach und ist bekannt: sie bat ja Artikel. Auch bezüglich falscher Verwendung nichrere Germanistin zu (Begen bemerkungen und von Fremdwörtern durch Gebildete und Ges Nachweisungen veranlaßt. Einmal giebt 2. Tehrte wird von W. Manches bemerkt, dem dieser Antipathic den Ausdruck, daß er immer inan wird beistimmen müssen. (Der Gebrauch Brechreiz verspüre, wenn er eine derartige von Epoche statt Periode ist ebenso unjinnig Wortstellung höre oder lese. Armer Mann. als häufig.) In seinen Fremdwörter verboten Ein anderes Mal gebraucht er von einer Bor geht er uns zu weit. Schülermaterial z. B. ist sprechung seines Buches durch Bechstein die

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