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B. mit Gewissheit, dass in einer Versammlung der foten August vetítecken. Er rahm seine Zuflucht
Demagogen zu Charenton, der Tag der Insurrection in das Haus eines Wundarztes, überlebte hier unter
auf den sten oder joten August festgesetzt wor mancherley sonderbaren Abenteuern, die fürchter.
den war.

lichen Tage des zien und 3ten September, vergahın

die Lebensgefahr seiner Brüder, den Tod seines Va-
Zwer and dreyssigstes Kapitel: Am Morgen des

ters, und war su glücklich, sich ain roten October
6. Avgult kehrt Lefort von seiner Sendung zurück,

zu Boulogne einfchifien zu können, urd in England
und bringt die beruhigenditen Nachrichten mit. Der
Vf. schreibt an den König, und bittet ihn, unverzüg Schnitte, die voll von merkwürdigen Umständen und

aozulangen. Dies ist der Inhalt dieser fünf Ab-
lich den Tag zur Ausführung des Plans zu bestiminen, interessanten Anekdoten sind, die wir aber, da fie
und wo möglich seine Abreise auf die Nacht vom
7ten zum Sten anzuordnen. Uino Ubr Nachinittags

Uın 6 Uhr Nachmittags minder wichtig, bier übergehen müssen.

blofs das persónliche Schicksal des Vf's. betressen, als
erhält er durch einen vertrauten Bothen die wündli.
che Antwort: „er sollte die Zubereitungen zur Keise Achtasud dressigstes und neur und dreyfsig fe's
bis auf weitre Notiz aufschieben; live Majeflaten woll. Kapitel. Process Ludwig des XVI. Sobald es ent-
ten diefen Schritt nur in der letzten Ertreinität th.7.11.fchieden war, dass die Factionen, welche Frankreich
Diese Antwort – fie war wie ein selbstgesprochnes beherrschten und zerriffen, nach dem Blute de's une
Todesurtheil anzusehen - wirkte gleich einem Doa- glücklichen Monarchen dürfteten; erhoben die we.
berfchlage auf B. Er begab sich zu dein unglückli- nigen geprüften, und zugleich muthvollen Freunde
cheu Montmorin (der damals die Nähe feines Todes de telben, die ihn gegen die ersten Stürıne verthei.
mit einer sonderbaren Gewissheit abndete, aber feft digten, die Laily, Malouet, Cazales' u. f. f. noch ein.
entschlofien war, den König in keinem Falle inehs mal ihre Stimine. · Bertrand vereinigte fich mit ih.
zu verlailen) und fię fasten beide den Entschluss, nen: er sendete Briefe über Briefe an den National-
doch einen schriftlichen Versuch zu machen. 'Ain 7. Convent: die beiden vorliegenden Abschnitte .ent-
Aygust Abends erhielt B. folgendes Schreiben vom

halten die Geschichie seiner Fruchtlosen Bemühungen.
Könige: „Ich weiss von guter Hand, dass die losure Einer der merkwürdigsten Umstände in dieser Ge-
rection noch nicht so nahe ist als Sie glauben: auch schichte, ist der Brief, den der Vf. an Danton schrieb,
giebt es doch Mittel, ihr vorzubeugen oder fie we. worin er ilam drohte, seine Correspondenz mit dem
nigstens aufzuhalten, und ich ergreife wirklich Maass (im Gefängnisse erinordeten) Minister Montmorin, und
regeln dieserhalb: alles könunt nur darauf an, dass die Documente der Beflechungen, die er sich hatte gefal.
man Zeit gewinne. Ich habe Ursache zu glauben, ten laji, augenblicklich bekannt zu machen, wenn
dass es weniger gefährlich ist zu lileiben als zu fie

er sich nicht bey dem Procelle des Königes mensch-
hen. Setzen Sie iodeilea ihre bisherige Wachsaiz. lich betrüge. , Ich erhielt keine Antwort, setzt der
keit fort, und schreiben Sie mir beständig. Nun fa Ve hinzu, aber ich sah aus den Zeitungen, dafs er
hen be klar, dass der König noch andre Rathgeber fich zwey Tage, nachder er meipen Brief empfangen
auhörte, und Montmorin erfuhr mit völliger Gewifs haben musste, zu einer Mission bey der Nord - Armee
beit, dass die Königinn, durch unglückliche Rathschlä- ernennen liess, von der er nicht eher als den Tag
ge verblendet, den Plan der Flucht, worinn coch vor dein Ausspruch des Todesurtheils zurückkehrte.-
ibre letzte Rettung lag, verworfen hatte. Die bei. Er stiin mte zwar für den Tod, aber obne feine Stim-
den Hauptmotive, die bey ihr ins Spiel kamen, wa me mit der geringsten Rede oder Declamation zu
ren: Misstrauen gegen den Herzog von Liancourt, begleiten.
der das Coisinando in der Normandie führte; (und

Vierziges Kapitel. Todes - Urtheil, Hinrich-
den doch der Vf, als eioen sehr redlichen Freund des'
Königs und der monarchischen Verfassung kannte,) wir ganz abschreiben, um den Eindruck, den es auf

tuog des Königes u. f, f. - Dieses Kapitel wüssten
und die Hoffnung auf die Arinee des Herzogs von

jedes nicht ganz verhärtete Gemütb machen wird,
Braunschweig, die damals im vollen Apnarsch ge-

zu erreichen. Da dies nicht inoglich ist, so fagen
gen Paris zu seyn subien, - Unterdessen brach der

wir bloss, dass der ehrwürdige Geistliche (Abbé Ed-
zehnte Hugust an, und die Feinde des Thrones trium-

geworth), welcher dem unglücklichen Monarchen
phisten. Aeusserst merkwürdig ist es, dass die Kö.
niginn noch, als sie fchoo'mit ihrer Familie in der

auf das Blutgerüst folgte, dem Vf. die Data zur Ge-

fchichte seiner letzten Stunden gab, die wir daher
Loge des Logographen cingesperrt war, durch eine

auch noch nirgends so vollständig und so intereffant
leere Anrede des Präsidenten getäuscht zu dem bra. vorgetragen fanden. Wahrhaft pathetisch ist auch
veu d'Hervilby fagte: „Nun Ur. d'Hervilly! war es
nicht Recht gethan, dass wir blieben ?“ D'Hervillig des alten Malesierbes.cutwarf, deo er in eben dem

- die Schilderung, die dieser Geistliche rom Zustande
antwortete: „Ich wünsche von llerzen, dass Ew.
Majestät noch in 6 Monaten dieser Meynung feyn aufluchte.

Augenblick, wo er das Blutgerüst verlassen hatte,

Diefer fonit so geinässigte und ruhige
mögen."

Beobachter menschlicher Begebenheiten, dieser Greis,
Drey und dreyssigftes bis fieben und dreyssigfes dem die Ehrfurcht aller Jahrhunderte gebührt, den
Berpitel.

Der Vf. musste fich, wie alles was inis felbft die Mitschuldigen seiner Mörder, und der Mör-
der gefiürzten Regierung zusammenhios, nach dem der seines Königes, nicht anzutaften wagen, dieser

E 2

red

redliche Freund und Beschützer wahrer bürgerlicher diesen eben so überflüssigen als schlecht gerathnen Freyheit, brach, als Edgeworth in sein Zimmer trat, raisonnirenden Anhang wegzulassen. Er sucht darin. in einen Strom von Verwüoschungen gegen die Re zu beweisen, dass die alte Constitution Frankreichs volution und ibre Urheber aus. „Sie würden ge unter die besten gehörte, die je einein Staate zu glaubt haben, Burke selbst reden zu hören,“ setzte Theil geworden sind, und dass noch jetzt für dieses E., als er dem Vf. dieses erzählte, hinzu. Den Land kein andres Heil zu finden sey, als in der Wie. Schluss dieses Abschnitts macht das Verhör Ludwig derherstellung derselben; wodurch er denn freylich des XVI. vor dem Convent, und sein Testament aus, nur so viel beweiset, dass er weder über jede alte zwey Stücke, die, so wichtig sie auch an und für Conftitution, noch über die grossen Begebenheiten, fich find, doch schon viel zu allgemein verbreitet welche sie zerstört haben, tief gedacht haben muss. waren, um hier geliefert zu werden, eine Bemerkung, Indellen kann dies seinen Werke in Ganzen keinen die auch in Ansehung verschiedaer andern in diesen wesentlichen Schaden thun, da man in demselben, Memoiren vorkommenden Actenstücke gilt.

wie wir auch gleich Anfangs bemerkt haben, nur Beschluss. Der Vf. würde seinem eignen Ruhme, Beyträge zur Geschichte, aber keine belehrende hifo. und der Aufnahme seines Werkes, nicht übel gera rische oder politische Raisonnements suchen darf. then habeu, wenn er fich hatte entschliessen können,

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RECHTSGELAHRTHEIT. 'Bamberg, gedr. b. Kliesch: Von schen Amtmann zu Merzheim an der Nahe. 1797. 44 S. 4. dem Nutzen und der Anordnung einer Sammlung vaterländi Was von dem sel. Spiess hier abgedruckt worden, ilt wörtlich fcher Verordnungen von Ge. Mich. Weber. Ein Programm, aus dessen archivischen Nebenarbeiten II Th. S. 3. genommen, womit derselbe feine Sommervorlesungen ankiindigt. 1794. 8. welches die Nachricht enthält, dass im plassenburgschen Archiv und: Von der Nothwendigkeit einer Sammlung vaterlündischer fich kein älteres Oblatonfiegel, als vom J. 1624. finde, mit der Receffe von G. M. W’eber. Ein Programm. 1795. 8. Enthal. Bitte, an alle Archivarien zur weitern Nachforschung. Dem ten Winke über die Einrichtung einer Sammlung der Privat zu Folge gibt uns nun der geschickte Hr. Loos, welcher beund Staatsgesetze eines Landes. Bey den Privatgesetzen zieht reits in dem Grädlich dhaunischen Archiv das bis jetzt bekann. der Vf. die alphabetische Ordnung den übrigen vor, und te älteste spanische Wachssiegel vom J. 1553. entdeckt, neuer: wünscht, dass man die Landesgesetze in dieser Ordnung. je. dings Nachricht von mehrern in eben demselben Archiv be, doch nicht wörtlich sondern nur mit Ausziehung des wesentli. findlichen Oblatensiegeln, wovon das älteste sich an dem Schrei. chen Inhalts sammle, der Sammlung jedoch ein chronologisches ben des Kammergerichts - Procurators J). Gerhart Ebersteins und systematisches Register vorsetze, damit man sehe, zu welche an den rheingräflichen Rath Faber d. d. Speyer den 12. Mart. Zeiten und in welchen Fächern Landesgesetze gegeben worden 1618. befindet. Doch würde nach des Vf. eigenem Geständniss lind. Eben so wünscht er im zweyten Programm auch eine dasjenige noch weit älter feyn, das sich kraft Schwarıners Sammlung der Staaļsgesetze oder Recesse des Landes, die Versicherung auf der Pester Univerfitätsbibliothek an einem aber in extenso und nicht alphabetisch, sondern systematisch, Brüssler l'ass vom 18. März 1603. befinden soll. Hierbey wi. jedoch init alphabetischem Register eingerichtet werden soll. derruft der Hr. Vf. seine ehemalige Aeusserung, dass lich der Er verlangt aber, dass die letztere Sammlung nicht bloss die Gebrauch der Oblatenfiegel nach dem J. 1626: in dem dhauni. Verträge des Staats mit dritten Personen, sondern auch die schen Archiv wieder verliere. Wir halten es für Pflicht, dem Verträge der Mittelbaren über ihre Besitzungen enthalte: zu würdigen Hn. R. für seine Nachrichten Dank zu sagen, wenn welcher gewaltigen Stärke müsste aber dadurch die Sammlung wir gleich nicht leugnen können, dass sie uns noch mehr er. in einem grossen Lande anschwellen? Zu wünschen wäre es, götzt haben würden, wofern er sie in eine minder abschredass die Vorzeichner solcher Plane allemal Proben von der ckende Schreibart eingekleidet hätte. Auch sollten deutAusführung beyfiigten, wodurch die Anschaulicheit augen sche Biedermänner, wofür wir auch IIn. R. halten, die Werke fcheinlich gewinnen müsste.

gleichzeitiger Gelehrten nicht immer mit übertriebnen und unschicklichen Verbeugungen anführen. Spiess, Ein Spiefs, wie der Vf. lich ausdrückt, ist ihm ein grosser Geift,

Wenck der Polyhistor unserer Zeiten, Beckmann derjeni. GESCHICHTE. Frankfurt a. M., b. Andreä: Weyland ge, der mehrere Wissenschaften zur Vollkommenheit' er. Herrn Philipp Ernst Spiess'es, Königlich Preussenschen (Preu hebt, und der Hr. Rheingraf das kostbarste Eigenthum des Are fsischen) und Churfürstlich Brandenburgischen Regierungsra chivs. (also ein Leibeigener ?) Statt nicht viel über 200 thes und Ersten geheimen Archivars zu Plassenburg etc. Ange. Jahr alt, muss s. 11. nur viel , ftact Vorell Varell stehen. Dass legentlicher (?) Unterricht von dem ülteken Gebrauche der Sie die von dem Vf. S. 33. vorgelegten Daten einiger mit (panigeiobiaten, begleitet mit verschiedenen zweckmässigen Zurátzen (chem Wachs besiegelten Urkunden vom J. 1618. an auf wei. wie auch einigen dje älteste Bedienung (?) des spanischen Wach. tere Spuren führen, zweifelt Rec. um deswillen, weil er was dieses bey der Urkunden Beliegelung bezielenden Bemerkungen sen Zeitraum betrift, eben so viele, ja noch ziemlich ältere von Johann Philipy Roos, Reichsfreyherrlich von Burscheid. Lackliegel auch in Niedersachsen gefunden.

ALLGEMEINE LITERATUR-ZEITUNG

Mittwochs, den 5. Julius 1797,

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ARZNEI GELAHRTHEIT, heilsam bewiesen. Und wer würde es wagen, sagt

er, blofs aus den flüchtigen oder fefren BestandtheiHANNOVER, i. d..Hellwing. Buchh.:, Ueber die len de itelben, wenn es auch mit Weitrumbischer Ge:

Wirkung mineralifcher Wasser, besonders des Wil nauigkeit sey untersucht werden, auf seine Wirkung dunger ...von J. E. Wichmann, Grossbritanischen bey kranken init entscheidender Gewissheit zu schlie Leibmedicus. 1797. 64 S. 8.

ssen? Die Menge derselben stünde nie mit der Grosse

der Wirkung in Verhältniss. Aber Erfahrung liels o klein die Seitenzahl dieser Schrift ist, so wich. mit Zuversicht das Urtheil fällen: dieser Kranke ge

tig ist ihre Erscheinung. Will man sie nach ih höre nach Ems, jener habe bloss zu Carlsbad Külfe rem ganzen Werth würdigen, so muss man die zu hoffen u. f. w. Hr. W. fcheint uns seine BeobachSchätzbaren Aufschlüsse, welche fie über mineralische tungen über mehrere mineralische Wasser mittheilen Wasser und das Wildunger insbesonders enthält, we zu wollen, und macht für jetzt nur den Anfang init niger in Anschlag bringen, als den Weg, den sie er dein Wildunger. Er spricht in ganz freyen Verhältöffnet, die Rathschläge, die sie giebt, das Muster, niffen. Obgeich in seiner 30 jährigen und in Werl. das sie aufstellt. Die schwächste Seite der Medicin hofs 50 jährigen Praxis sich kein Beyfpiel eines wahist die Arzneyrittellehre überhaupt; aber ungeach ren Blasenfreins in Hannover fand; fo fehlt es doch tet der ungelieuren Menge der Brunnenschriften, und nicht an Nierensteinen, welche oft mit grossen Schmerselbft ungeachtet einiger claslischen Schriften aus die-, zen, also in ziemlicher Grösse, den Weg nach der sem Fach, ist die ächte praktische Kenntniss minera Blase nehmen, aber glücklicherweise aus derselben lilcher Wasser doch am meisten verpachlässigt. Da bald wieder abgehen, und so nicht zu einem Blasenaber in ihnen so oft unfre letzte und einzige Hoff ftein oder ähnlichen Beschwerden Veranlassung genung bey der Heilung vieler Krankheiten liegt; so ben. So find auch andere nephritische Beschwerden, ift es kein kleines Verdienst, hier Licht zu schaffen fchmerzhaft abgehender Grand u. f. w, nicht selten, oder zu veranlassen. Es ist ein vortrefflicher Gedan. Ein wirksames Mittel dagegen aufzufinden, war ein ke, die praktischen Aerzte aufzufodern, nicht über grosses Bedürfniss, dem das Wildunger Wasser entMittel aus der Apotheke allein ihre Beobachtungen fprach. Es setzt die in den Nieren gebildeten wahin Druck zu geben, sondern durch sie auch unsre Be ren Steine in Bewegung, und Grand führt es allezeit grifte über mineralische Waffer aufzubellen. Sind und unfehlbar ab, wo es dergleichen antrifft. Er auch nicht alle Bruunenärzte partheyifcb, fo lässt keine überhaupt kein Wasser, das in diuretischer doch schon ihre kleinere Anzahl auf weniger gute Wirkung dem Wildunger gleich käme, und vorzüglich Köpfe unter ihnen schliessen, als sich unter der so bey málsiger Bewegung des Kranken in freyer Luft viel grösseren Menge derer, die keine Brunnenärzte so geschwind den Weg nach der Blase fuche. Die -find, finden, müflen. Aber die Lage jener giebt ih neue Erzeugung solcher Nierenfteine wusste Hr. U. rer Erfahrung-wepiger Werth. Sie haben ihre inehr auch mit demselben Waffer zu verhüten. Es verdieften Kranken nur drey, höchftens vier Wochen in ne allo iin wahren Blasenstein versucht zu werden, den Augen und zwar in einer Zeit, in der die durch Wo kleine Beschwerden aber aus Fehlern der Prostata zu gehäufte Geschäfte zu zeritreut werden. Wir entstehen, leifte es nichts. - Mit grosser Kunst besetzen hinzu: das Eigenthümliche jeder Sache ergiebt schreibt der Vf. nun eine Art Schwerinuth oder Trüb-fich am. deutlichften aus. Vergleichung; diese anzu fion nervoser Art, ohne ängkliche Unrube, ohne fixe ftellen hat aber nur der, Praktiker. Gelegenheit, Idee, aber mit Unfähigkeit und Unthätigkeit zu, und der seine Kranken nach allen den verschiednen Quel in allem, von grosser Erschlaffung und Entkräftung, den schickt, und ihre Waffer nach seiner Stadt oder Die Kranken verlassen ungern das Bett, zerfliessen Gegend kommen lässt. Wie fruchtbar jede Ver oft in Thränen, find ohne Appetit und verwelken gleichung hier ist, erhellt fchon aus der Ansicht S, langsam ohne Fieber. Der Zustand gränzt an Ohn. 6. dass Wasser von den verschiedensten Bestandthei macht, in die er auch zuweilen übergeht. Ausleeren. len und von entgegengesetzter Temperatur in einer de Mittel verschlimmern alles.

Recidive find geund derselben Krankheit nützen. Nun lehnt sich aber wöhnlich. Die Verdauung scheint zuerst einen nachder Vf. gegen den Gebrauch der allgemeinen Redens theiligen Eindruck gelitten zu haben.

zu haben. Das Wildun. arten: ftärken, auflösen, verdünnen, reinigen, ver ger Wasser thut hier Wunder. Wenige Gläser, ganz füssen u. f. w. auf, und dringt auf bestiinunte Angabe kalt getrunken, verscheuchen off schon die schwär. der Krankheiten, in welchen fich ein solches Wasser zelten, trübeften Wolken ays der Seele, und brin. A. L. 2. 1797. Dritter Band.

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gen Heiterkeit bervor; ein ftärkrer, fortgesetzter der würdige Hr. Prof. Ebert zu Wittenberg lieferte Gebrauch desselben bewirkt gemeiniglich, fast ohne (1789) nur einen Auszug, (deflen gute. Vorrede init alle andre Arzneyen, obgleich lang lain, völlige Ge den Anfange der vorliegenden vieles gemein hat), perung. IIr. W. fah is dem Zustand von Ohnmacht und die „zu Lund herausgekommne und ebenfalls und gänzlicher Zernichtung, den Aneantisement der sinter dem Druckort Petersburg erschieneue Eulerische Franzosen, der einer Asphyxie äbelich wird, fogar Algebra ley ein blosser Nachdruck der Petersburger gefchwinde Hülfe davon, zumal wenn man das Wasser Ausgabe. Den Druckort zu lügen, 'iit allerdings ein mit Kheinwein und Zucker effervefcirend nebmen bässliches, heimliches Benehmen eines Nachdruckers; liess. Zuyeilen fand es der Vf. auch in der vatiren aber in seinem Exemplare findet Rec., Lund 1771 auf Melancholey heillain, aber nicht in ihrem höchften

Kosten von Schierıann und in Commissioni etc. Bey Grad, nicht in der sogenannten melancholia cuin 9ate

einem so berühmten Buche wäre es der Mühe werth ria, und es mussten vorher oder zugleich ausléeren

noch auszumachen, wie es mit seinen Ausgaben eide Mittel angewendet werden. In unzähligin andern gentlich beschaffen ist. Sollte jener Nachdruck, von Krankheiten leistete es Hu. W: das, was man vom

welchem Hr. Gy. ein Exemplar befitzt, fogleich in Spaa wafler, vom Poulon erwartet. Er habe es in dem Jahre seiner Erscheinung vergriffen seyn? Das jener ganzen Clalle vou Krankheiten viel wirken se ware eben so merkwürdig als unwahrscheinlich! Oder hen, die der Name Hypochondrie begreift. Es hebe follte man zweyerley Titelbogen gedruckt babeu ? iogar Stockungen in den Eingeweiden, und zerthei Der Lundner Abdruck, den wir vor uns haben, ift le Verhärtungen. Er erzählt hiervon ein merkwür ficherlich durch einen fachverständigen Mann besorgt diges Beyfpiel. Verlassen habe es ihn aber bey der worden. Der Druck ift inufterhaft, nicht nur viel Atrophie, bey Verhärtungen oder Vergröfserungen bequemer als in der Petersburger Ausgabe, die bey der Drüfen des Mesenterii u. f. w. Man muss es allzu grossen Lettern ein gar zu kurzes Forinat hat; auch verineiden oder mit Vorsicht anwenden', wo sondern er ist auch noch etwas reiner und schärfer man Congestionen nach der Brust oder Anlage zu als in der vorliegenden Ausgabe, mit der man doch Blutspeyen entdeckt oder die Bruit fonft leidet. in dieser Hinsicht ebenfalls sehr wohl zufrieden feyn

kann. Die veraltete Orthographie und Wortbildung Möge man aus dieser Schrift auch lernen, wie man lehrreich und acht praktisch über Heilmittel Lundner Abdruckes bereits hinreichend verbesert, al

der Originalausgabe ist in unserem Exemplare des überhaupt fchreiben folle, - nicht indem inan ih

les übrige, fo viel wir bemerkt haben, treu und un- Den Prädicate giebt, die gar nicht in die Beobach

verändert abgedruckt. Hr. Gr. hat sich bemüht, uden tung fallen können, und deren Begriff felbst noch

„oft nur zu wortreichen und durch weitläuftigen Pehöchft zweydeutig ist, als wenn man die z. B. auflöfend nennt, - nicbt indem man nach der Weise der in ein gefälligeres, den Geschmack weniger beleidi

„riodenbau schleppend gewordenen Vortrag Eulers, allgemeinen Therapie die Fälle beftiinmt, in denen fie, den ihnen beygelegten Wirkungen zu Fulge, ei. Deutlichkeit dadurch nicht wenig gewonnen habe;

„gendes, Gewand cinzukleiden.“ Er hofft, dass die De Anwendung leiden können. Das alles, es mögen so wie durch eine forgfältige Ausmerzung der vielen es auch noch so viele Praktiker im Munde führen,

eingeschlichenen Druckfehler nicht geringe Schwieenthält our leere und oft sehr schiefe Theorie. Aber

rigkeiten des Selbstunterrichtes geboben seyen. Rec. man spreche aus einer Fülle von Erfahrung, mit ge

ist, felbst in feiner Jugend, nur auf wenige Drucknauefter Angabe der eigenthümlichen Verbindung fehler gestossen: indeffen lass er freylich Eulero von Zufallen, der befondern Umstände, unter denen

fchon obne viclen Auftofs, Dachdem er bereits aus ein Mittel eine Krankheit hob; und man mache indessen

Tempelhet, ebenfalls durch Privatfleiss, gelernt hatdurch Zuziehung vieler andrer nicht Mittel zweifelhaft,

te. Hr. Gr. wird sich die Besitzer der ältern Ausgawelches von allen eigentlich genutzt hat!

ben sehr verbioden, wenn er die vielen Druckfehler

für fie anzeigt. Seine Abänderung des Styls scheint MATHEMATIK.

uns im ganzen genowmen, gut und zweckmässig zu feyn: nur selten fanden wir uns veranlasst, den

Grundtext nachzuschlagen, z. B. für J. 67. „EndBERLIN, B. Nauk: Leonh. Eulers vollständige An.

lich ist noch zu merken, dass o als eine solche Zahl leitung tut siedern und höhern Algebra, nach der franzöfischen Ausgabe des Hu. de la Grange liche Zahlen theilen lässt; weil der Quotient, wenn

angesehen werden kann, welche fich durch alle mögmit Anmerkungen und Zusätzen herausgegeben

man o durch eine beliebige Zahl oder Grösse, z. B. von Joh. Phil. Grüfon, Prof. der Math. a. Kön. Kadettenc. Erster Theil. 1796. 21 Bogen. gs. 8.

durch 2, 3, 4 oder a dividiert, allezeit wieder o ift.

Denn zweymal o ift o, dreymal o isto, viermal o (1 Rthlr.)

ift o, und a mal o isto, da es unmöglich ist, aus In der Vorrede wird hier, wie es vor jeder neuen Nichts, wenn man es auch noch so oft wiederholt, Ausgabe billig geschehen sollte, von den ältern Be etwas herauszubringen.“ Euler sagt hier nicht, dafs arbeitungen des Werkes Nachricht gegeben. Darin auch Grösse mal oo ift; redet hier überhaupt our wird behauptet, dass bisher pur eine deutsche Ausga von Zahlen, und sagt überdies: .... weil der Quobe des ganzen (Petersburg 1770) vorhanden sey: denn tient immer o ift; deon oival a ift o. Obiges er.

innert

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innert mich auch an f. 143. Weil nun alle mög- unmögliche Grössen blofs als solche betrachtet, in liche Zahlen etweder grösser oder kleiner als o find, einander multipliciert wieder etwas mögliches geben. oder selbst Euler hat: eder etwa o felbft; und die Aber gleich nachher, fchon in . 150. holt er ja die fes Etwa scheint hier eine zweyfache Beziehung auf Erinnerung nach, dass auch im vorigen F2 fatt 2, feinen vorhergehenden Vortrag zu haben. - Hr.

und überhaupt i V-2 statt - a könne gefchrieben Gr. bat ferner den Text init Anmerkuugen (für die werden. - „Bey Eulers Schlüssen bleibt man unge. Literatur) und mit Zusätzen (für Ergänzung und Be.. wiss, ob die Wurzel positiv oder negativ gepoinmen richtigung) begleitet. Wenige davon scheinen ups werden nuss.“ Wir denken, das ist recht. Denn nötbig; mehrere find an und vor fich recht gut ab- Dach dem ganzen Zusammenhang, und nach Eulers gefasst, einige aber auch sehr leicht misszuverftehen Absicht, ist hier vom allgemeinen die Rede, und daund unrichtig. - H. 162. Zusatz. „Es fey n allgemein für muss man ja über jenes i unentschieden bleider Divisor, so find alle mögliche Zahlen, welche sich ben: so bringt es die Natur der Sache init sich. durch n theilen lassen, in der Formel na, und die Sonst finden sich viele nützliche, zweckinässige und sich nicht theileu lassen, in folgender Formel enthal- pöthige Zusätze. Dabin gehört insbesondre auch die ten: na + 1, na + 2 ....Da + (0-1), WOR-i der kurze vorläuige Einleitung in einige Lehren aus der grösste Reft ist.“ D. 22. 4 Zusatz. „Bisher haben die vortrefflichen combinatorischen Analytik des Ho Pr. Matbeinatiker nur die negativen Grössen für weniger Hindenburg. Ueberdies dient auch zur Empfehlung als Nichts betrachtet. Wenn daher Vermögen als po- dieser Ausgabe, dass in ibr, jener Zusätze ungeachtet, fitiv betrachtet wird, so kaon man die Schulden als das Eulerische l'erk nicht theurer als nach der alten negatives Vermögeu ansehen, und alsdann sind Schul: Ausgabe folf zu stehen koinmen. Ein dritter Theil deo im obigen Verftande weniger als Nichts vom freylich soll nebst des Hn. de la Grange Zusätzen zur Vermögen. Betrachtet man aber die Schulden als unbestimmten Analytik auch noch eine deutliche und positiv und das Vermögen als pegativ; fo ift alsdann fassliche Darstellung des Nothwendigsten aus der das Vermögen weniger als nichts von Schulden. Die Differential- uod Integralrechnung enthalten. ses rechtfertigt mich wenn ich sage, positive Grössen find weniger als nichts; denn von ihnen lässt sich gewiss eben dasselbe als von negativen Grössen behaup.

SCHÖNE KÜNSTE. ten. So ftebt es wörtlich da! Rec. war begierig zu fehen, wie sich eine solche Behauptung für das fol. Leipzig, b. Böbine: Antonius und Kleopatra, ein gende Kapitel würde anwenden lassen, wo von inuli Trauerspiel von C. A. Horn., J. C. 1796. 176 S. tipliciren gleich und ungleich bezeichneter Zahlen die 18. (14 gr.) Rede ift: aber gerade diese Lehren, die doch Euler Für Zuschauer die jede Nothwendigkeit, fich felbft wohl zu kurz behandelt hat, find hier ohne alle Er zu tödten, für mitleidswerth, jeden Entschluss zur - örterung geblieben!

Hr. Gr. behauptet, dass Selbstmord für bewundernswürdigen Heroismus halV-a v-b so viel als - Vab, und dieses entschie ten könnten, wäre der Tod des Apronius und der den negativ fey. Aber das kann man im allgemei- Kleopatra sebr leicht für das Theater zu bearbeiten. nen Seibt für solchen Zusammenhang nicht zugeben, Jetzt aber, da Leser und Zuschauer verlangen, dass wo man b als a n und V-a. V-bals (V-a)? Va die Charaktere der Personen, die fie bedauern, odet zu betrachten hat. Denn diefer Ausdruck ist ja = bewundern follen, detaillirt, und interefiant gemacht -avn, und da bey Euler und Grüfon, - wie werden, hat die Dramatisirung dieser Geschichte gro-a eine verneinte Grösse bedeutet, so ist unser n ei. fse Schwierigkeiten; wenn man auch nicht daran pe bejahte; folglich Vo immer doch sowohl bejaht denkt, dass Hr. H. einen Shakspeare, Dryden, und als verneint zu setzen. – „Wer blofs V1 febreibt, in Deutschland einen von Soden zum Vorgänger hatwill offenbar dadurch anzeigen, dass er die Wurzel Wie schwer ist es, im Antonius den Wolüftling positiv pimmt, daher ist es bey Euler falsch, wenn und den Krieger zu vereinigen, zu zeigen, wie die

Zauberin Kleopatra ihn erschlafft hat, und wie alle =v-i gesetzt wird.“ Wir denken, wer seine Versuche, fich wieder zu ermannen, vergeben's V-I V-1 schreibt, muss fick bewusst bleiben, dass die

find! In diesem Stück, wo er nicht eher erscheint, fer Ausdruck an sich felbft weder positiv noch negativ Kleopatra's Tode hört, kann man uomöglich Mitleid

als in dem Augeublick, da er.das falsche Gerücht von seyn kann, uod in fo fern die Frage, ob etwas mit ibm haben, da man seine vorhergehenden zärt

V-I

lichen Verhältnisse mit ihr nur aus Erzählung kennt, bejahtes oder verneintes gebe, gar keine Antwort ver. ja fogár S. 50. hört, dass er alle Speisen habe kosten dient. . Nun kann man fich freylich auch VI wie lassen, aus Furcht, von ihr vergiftet zu werden ; und derum als V:(-11) VI, V-{ vorstellen, und bewundern kann man den Mann nicht, der sich nicht erhält dadurch F1.Vi, oder kürzer geschrieben eher tödtet, als bis der Freygelaffue ihm diefen Dienst

V-1. Diefes, hat Euler hier noch nicht schreiben verweigert, und der auch dann sich nur halb trifft. wollen, hat eben so auch kurz vorher 9. 47. in Sein langlaines von vielen Zuckungen begleitetes V-4=2V- i nicht schon i 2 ausdrücklich schre: Sterben macht einen eben so widrigen Eindruck, ben wollen, weil er fürs erfte aus zeigen wollte, wie als feine schlechten Monologe Langeweile. Der Cbs

F 2

rakter

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