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ALLGEM. LITERATUR-ZEITUNG

Numero 3.

Mittwochs den liten Ja nu ar 17 9 7.

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LITERARISCHE NA CHRICH TE N.
I. Todesfälle.

ftudiert, und überdies war fein Geist durch anhaltendes

Nachdenken, durch genaue Kenntniss mehrerer Spram 17ten November karb zu St. Petersburg KATHARINA chen, durch Reisen und Ungang, bis zu einer seltenen

Ausbildung gelangt. Nicht jeder Reisende, der unReussen, an den Folgen eines Schlagflusses; im 68ften fern Rust hat spielen hören, hat auch Fuft den Virtuosen Jahre Ihres Lebens, und im 35ften Ihrer Regierung. Den gehört. Seit vielen Jahren war er kränklich und klein. Einfluís, welciien diese grosse und glückliche Monarchin muthig, und dennoch, selbst in seinen trübsten Stunden, auf das Schicksal von Millionen Menschen gehabt, wird viel zu gutmüthig und gefällig, um irgend ein Verlan. einst die Welegeschichte unpartbeyisch angeben und ab gen nach seiner Musik unbefriedigei zu lassen. · Auch wägen müssen. Hier dürfen wir nur an Ihre Schriftfteller war es bey ihm ein sehr deutlicher Grundsatz, lieber fei. werke : an Ihre Instruction für die zu Verfertigung des Ent. nen Ruhm hier und da zu verlieren, als den Schein eiwurfs zu einem neuen Gefeczbuche verordnete Commiffion, nes pretiöfen Virtuosen auf Gch zu ziehen. Vor eini. an die Bibliothek der Grosfürsten Alexander und Constantin, gen Jahren ertrank sein hoffnungsvoller ältester Sohn, in an die drey Lutspiele wider Schwärmerey und Aberglau- der Saale bey Halle. Von der Zeit an fürchtete jeder, ben erinnern, und auf die vielen und grossen Beweise dass auch er, der brave liebenswürdige Mann, uns bald Ihrer Achtung gegen verdientvolle Gelehrte, und Ihre verlaffen werde. Ob ihm gleich noch viele Freuden ei. mannichfaltigen Anstalten zum Beften der Wissenschaften nes glucklichen Vaters, und eines äusserst glücklichen im ruflischen Reiche verweisen, um den ehrenvollen Platz Ekemannes übrig blieben; ob er gleich zu vielen Sina zu bezeichren, der dieser Frau von vielumfassendem Gei. hatte für gesellschaftlichen Tausch an Urtheil, Witz und fte im Tempel des licerarifchen Nachruhns gebührt. Laune. um nicht auch dadurch noch bisweilen in seine

ehemals to interessante Heiterkeit versetzt zu werden:

ró nagte doch an seinem Herzen jerier bleibende KumDefau. *) Den 28ften Februar 1796 starb unser Ruff, mer, der ein Empfindungssyftem wie das feinige war, gebohren zu Wörlitz 1739, und Fürstlicher Musikdirek. dem Grabe zuführen musste. tor seit 1775. In der Blüthe seiner Jahre galt er für einen der berühmtesten Virtuosen auf der Geige. Um nichts geringer war seine Fertigkeit auf dem Klavier; Am gten September starb an der Schwindsucht Hr. and die Laute rührte er mit einer eigenthümlichen Ge F. L. E. Spiegel d. W. W. D. zu Braunschweig, Verfälligkeit, die selbst in Italien, dieser grossen Pflegerin faller der vorläufigen Bemerkungen über die Streitigkeiten jenes Instrumentes, Aufsehen erregte. Er pflegte nicht über das Organ der Seele im Journal der Erfindungen, nur alle unter uns gewöhnlichen Saiteninstrumente zu Theorien etc. St. 18. Seine traurige Krankheit verhin. {pielen; sondern was auch in irgend einem Winkel der derte ihn an der Herausgabe des daselbst im Abrisse anErde besaitet gewesen war, das wusste er nach weniger gekündigten Entwurfs einer philosophischen Anthropologie ; Versuchen herzustellen; und in kurzer Zeit mit einer da er denfelben aber grösstentheils rollendet zurückgebewundernswürdigen Leichtigkeit zu behandeln. Zu lassen hat, so wird er wahrscheinlich Oltern erscheinen, bescheiden, und zu unentschlossen, hat er von seinen und die Ueberzeugung seiner Freunde, dass der Vf. zu vielen Compositionen dem Publikum nur wenige initge- früh für die Wissenschaften farb, allgemeiner machen. theilt, die aber sämmtlich mit sehr ehrenvollen Beyfall aufgenommen sind **). Ueberhaupt galt er allgemein für einer Mann, der seinem Amte Ehre machte, für einen In der Nacht vom Toten bis 11ten Nov, starb zu Wien Meister in seiner Kunft. Anfänglich hatte er die Rechte Hr. D. Christian Gottlieb Hofmann, K. K. Oberchirurgus

bey *) Diese Anzeige ist durch Zu verspätet. **) Ein zweiter Band feiner Liedersammlung ist unter der Prese; und mehrores von seinen grossern Sachen druckfertig ausgearbeitet, insbesondere auch von seinen Ruftifchen Sonnten.

dem Ungarischen Canalbau, (vorher 2ter Professor der Schwierigkeiten Er felnen hiesigen Gefandtschaftsposten Medici . zu Altdorf,) im 54ten Jahre feines Lebens, an antrat und verschiedene Jahre hindurch fortführen musso giner bzehrung.

te. Diese Streitigkeiten gaben mehreren Deductionen und Aufsatzen das Daleyn, wodurch Er fich so wie

durch seine Negociacionen des Ruf eines eben so geRegensburg. Am 8. Dec. v. J. gegen Abend verftarb schickier- Publicisten und Staatsmunnes , erwarb, als er alhier Hir. Christian Hiskias Heinrich von Fischer, des fich den Namen eines trenichen Historikers durch seine Reichsgräfl. Wetterauischen Collegii, des Hochfürstl. Geschlechtsreihe der uralten Reichsstündischen Häuser IserHauses Hohenlohe Neuenstein und des llochfürfti. Hau. urg , W'ied und Runkel etc. erworben hatte. Seine Vere fes Neuwied geheimer Rath und des Wetterauischen, dienste wurden endlich nicht bloss durch einen glücklin Fränkischen und Weltphälischen Grafencollegii Comitial chen Ausgang der Streitigkeiten, sonderu auch noch dae gefandter. Er war den 28. Febr. 1731 zu Ingelfingen im durch belohnt, dass Ihm die Führung der WetterauischHohenlohifchen geboren, studirte zu · Halle, Jena und Graflichen Curiatstimme übertragen wurde, wozu er sich Marpurg, begleitete darauf einige Grafen von Isenburg den 25. Aug. 1792 legitimirte. Schon seit seinem 16len auf Universitäten und Reisen, kam sodann, als Rath, in Lebensjahre wurde er voni gichưischen Zufallen befallen, Isenburgische, hernach, als Hofrath, in Hohenlohe-Neu und diese nahmen, währeird seines hiesigen Aufenthaltes, enfteinische Dienste und von da nach Neuwied als Kanz. dergellalt zu, dass Er Jahre lang nicht aus dem Hause, leydirector. Als er nach dem Ableben des Gräfl. Comi. beynahe nicht aus dem Bette kam. Dizfer unaussprechtialgesandten von Pistorius , lich den 1. Febr. 1779 kaum lichen, fast nie ganz aufhorenden, Leiden ungeachtet, als Comitialgesandter des Frankischen Grafencollegiums zu denen sich in den ersten Jahren seiner gesandschaftl. bey dem Chur-Maynzischen Directorio legitimirt hatte, Laufbahn die unangenehinten Ereignisse geselic hatten, fo wurde ihm dieser Polten von dem katholischen Reli. behielt Er bis in die letzten Monate seines Lebens eine gionstheile schon streitig gemacht, indem die katholi. unermüdece Thatigkeit und die bewundernswürdigste Ichen Glieder des Fränkischen Grafencollegii, an deren Heiterkeit des Geistes. Auf dem Krankenbetre, oder die Spitze der verstorbene Fürst Karl Albrecht von Honen. beiden Krücken ueben lich, zeigte Er im gesellschaftli. lohe Schillings-Fürst stand, die Fränkische Gralliche Cu chen Kreise immer noch jugendliche Munteracit, fogar riatstimme abwechselnd für eine katholische eingeführt Jovialität. Wandte fich sein Gespräch auf wissenschafte willen wollten. Die von dem Hi. v. Fischer zugleich liche Gegenstände, so konnte man ihm auch da des producirte Vollmacht zur Führung der Gräfl. fi eltphäl. Ruhm ausgebreiteter Kenntnisle, den Er durch seine Curiacltimme wurde von den Chur Mayrızischen Directo Schriften eingeerndtet hale, nicht verlagen. So uner rio gar nicht angenommen, weil über die Sache, van inüdet sein Dienfteifer war, ro gern wirkte Er Gues in Seiten der katholischen Grafen dietes Collegiums, bereits Siilien. Musterhaft war fein eheliches Verhältniss. Er vorher Widerspruch vorgekommen, auch schon ehedem befass eine vortrefliche Frau. Ihre Wechlele itige ZärtFalle vorhanden gewelen, da die Westphäl. gratliche lichkeit war rührend für diejenigen, welche die näher zu Curiaistimme bey der allg. Reichsversammlung von ka.

beobachten Gelegenbelt hatten, Der Menschenfreund thulischen Gefandien geführt worden. Nachdem aber der muss bedauern, dass ein so seiner Bund der Ebe kita Chur-Maynzische Interimsgefandie, Graf Neipperg, die

derlos blieb. Vollmacht eines katholisch - Weltphalisch - Gräfl. Gesandten angenommen hatte, letzte sich der evangelische Religionstheil dagegen und Hr. v. Fischer legitimirte lich im Leipzig. Am 29. October starb alhier Hr. D. Joh. Reichsfürstenrathe den 18. Febr. 1780 durch Vorlesung Aug. Barthel, Oberhotgerichts- und Consistorial. Advocats seiner Vollmacht öffentlich wegen der Westphälischen im 48ten Lebensjahre an enem Schleimtieber. Curiststimme. Der evangelische Religionstheil trat auch demselben mit einem voto communi bey, wogegen nur

11. Oeffentliche Austalten. einige kathol. Stände einzeln protestirten. Kaum war dies geschehen, so hielt man, katholischen Seits, die Neue medicinische chirurgische Anstalten zu Göttingen. Vollmacht des Hn. von Fischer als Fränkischen Grafen Hr. Profetior Arnemann zu Gortingen hat leit dem gesandtens für erloschen, weil der Director des Fränk.

May 1796, daselbst ein chirurgisches Clinicum errichtet, Grafencollegii, First Philipp Iseinrich von llohenlohe In welches disreh leinen Nulzell, und den Flor, wozu es gelfingen den 5. Apr. 1781 mit Tod abgegangen war. Nun bereits gedienen ilt, lich sehr auszeichnet. Alle Kranken, begann zwischen beiden Religionstheilen des Reichsconi ohne Unterschied, welche chirurgliche Krankhetten haventes der Streit weit heftiger als vorher und der Reichs ben, werden darinn aufgenommen, wenn die lich in den Bag kam erst den 10. Jänner 1785 wieder in seine vorige feltgesetzten Stunden einfiudeil. Die Arznen bekommen Inätigkeit, nachdem im April 1784 wegen der Weltphal. auch die Mediem unentgeldlich. Wie gross der Zurluss Grafen ein Vergleich zu Scande gekommen war und Vun Kranken ill beweiist die i. Duchricht vor dem shir. nacii wechselseitigen Protestationen der Proteliancische Clinicum, Göttingen riyo, nach welcher von dein zien Religionsawi heil wegen des Fränk. Grafencullegiums im May bis zum 24. September 1796, llundert sieben und Beliz der Stimme blieb. Eine kurze Ueberlicht dieser vierzig Kranken aufgenonmen und von den studierenStreitigkeiten ist zur Charakteristik des Mannes, ron den unter Aufsicht und Leitung des Hra. Prof. beforget welchem wir reden, nothwendig. Sie zeigt, unter welchen worden. Liç Köngle Regierung zu Ilannover unterstützt

jetzt

jetzt diese Anfalt, welche bisher bloss ein Privat - Infi- gereicht. In dem gedruckten Verzeichniss der Krankhej fut des Hrn. Prof. Arnemann gewesen, und giebt da. ten Und viele wichtige und interessante Talle. Göttingen durch einen neuen Beweis, wie sehr dieselbe ihre Vor- hat jetzt vier medicinisch - praktische lufticuce, welche forge auf alles erstreckt, was der Universität zum Nutzen alle sehr in Flor lind.

LITERARISCHE ANZEIGEN I. Ankündigungen neuer Bücher. mischer Vorlesungen. Nach Adam Smiths Grundsätzen

ausgearbeitet , von Georg Sartorius. 8. 20 gr. Deutschland. Zehntes Stück. Berlin bey J. F. Unger. Hoffmanns (des Herrn geh. Rath von) einige kutze allEnthält:

gemeine Bemerkungen über den Staat, in Ruckliche 1. Briefe über die Kantische Philosophie an einen seiner Aufnahme. 8. 6 gr. Freund in Paris. Dritter Brief,

Herzensergiessungen eines kunstliebenden Klosterbruders. JI. Briefe eines Reisenden aus dem Hannoverischen. Mit dem Bildniss Raphaels. 20 gr. III. Briefe auf einer Reise durch Franken, im Julius

Kochbuch (neueftes Berlinisches) oder Anweisuug Speiund August 1796 geschrieben. Zweiter Brief.

sen, Saucen und Gebackenes schmackhaft zuzurichten. IV. Das ewige Leben, keine alte theologische, fon

ir Band. Dritte Auflage. 22 gr. dern eine neue chemische Erfindung.

Oeuvres choisies de Nr. de Florian recueillies à l'usage V. Der deutsche Orpheus. Ein Beytrag zur neuesten

de la jeunesse. 8. 16 gr. Kirchengeschichte.

Recueil de tous les Traités, Conventions, Mémoires et Vi. Notiz von deutschen Journalen.

Notes conclus et publiés par la Couronne de Danne1) Die Horen. Siebentes Strick. 1796.

mark depuis l'avénement au trône du roi régnant jusqu' 2) Der Genius der Zeit. September 1796,

à l'époque actuelle, ou de l'année 1766 jusqu'en 1794 3) Berlinisches Archiv der Zeit und ihres Geschmacks.

incluavement. gr. 8. I rthlr. 12 gr. Junius, Julius, August, Seprember, Oktober.

Wittstock (Lerin Markus) ein Tausend und Zwei und 4) Frankreich im Jahr 1796. Aus den Briefen deut

Sechzig Münz- und Wechseltabellen von Friedrichsd'or, scher Männer in Paris. Mic Belegen. La vérité,

Dukaten ; Souverains, Karolins und Laubthaler, und rien que la vérité, toute la vérité. Alona, 1796.

von Berliner und Breslauer Pfunden, Hamburger Tha75, 85, 9s St.

ler und Mark Banko, Wiener und Hollandischen GulVII. Neue deutsche Werke. 1) Musenaliwanach für das Jahr 1797. Herausgege

den, Londner Schilling und Pfund Sterling. Alles

von 1 bis 100,000 gegen Preuss, Kourant reduzirt. Zur ben von Schiller. Tübingen in der Cottaischen

grosser Bequemlichkeis des handelnden Publikums forgBuchhandlung. 303 S. kl. 8.

fältig berechnet. 8. 2 rthlr. VIII. Erklärung des Herausgebers an das Publikum, über die Xenien im Schilierlichen Musenalmanach 1797. Nachrich l.

Nachstehende Kalender And bey J. F. Unger in Berlin Dieses Journal, das bey jedein Stücke an Intereste

auf allen Postamtern und in jeder Buchhandlung zu

haben. zunimmt, wird in diefem Jahre forigesetzt werden.

Historisch- genealogischer Kalender , enthält die Geschich

te' von Pohlen , nebit rechs illumipirten Figuren, welBey Johann Friedrich Unger and folgende neue Wer.

che die pohlnischen Trachteo darstellen, nebst dem ke zur Michaelis • Mesle 1796 teriig geworden, und

Bildniss des Madalinsky. Auch zieren diesen Kalender in allen Buchhandlungen zu haben:

noch sechs historische Vorftellungen von Herra Danial

Chodowiecki. Deutfch å i rible. Beleuchtung, (tüliere) des dem Freiherrn von Mack zugeschriebenen Operationsplans fir den Feldzug 1794

Ebend. in französ. Sprache à i rthir. des oiterr. franz Krieges, freimüthig und wahr, 3ter

Militárischer Kalender, mit Bildoiffen von 12 jetztlebenwid letzter Band. gr. 8. mit Plane. i'rihlr. 12 gr.

den und verstorbenen Generalen, und 2 ChodowieckiDeutschland, fürs Jahr 1795, 6, 7, 8s Heft. Der Jahr

schen Kupfern. Auch befindet sich darin eine Abhand. gang aus 12 Stück beftehend . broschirt, kultet 5 rthlr.

lung des Hn. General von Tempelhoff, die Geschichse Girtanners, D. Christoph, hiftorische Nachrichu n über

der Artillerie betreffend, mit 6 Kupfern, welche Abdie frauzóliche Revolution, sier Band. & Neue Auf.

bildungen alter mitärifcher Uniformen vorstellen. Mit einem Plane der Thuillerien,

à i riblr. Deffelben i2ter Band, 8. I rchir. 12 gp.

Der kleine Etuis - Kalender, mit 12 Kupfern, welche Gör he's neue Schriften. 6r Band, 8.

nach und nach die Teachten aller Nationen vorstellen Deffelben Wilhelm Meisters Lehrjahre. frer und letzter

werden, deutsch à 3 gr. Band. 8. 2 rentr.

Ebenderselbe mit Sauber illum, Kupfern a 8 65. Handbuch der Staats-Wirthschaft, zum Gebrauch akade

(1) C 2

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4. „Die nächfte Ostermesse wird von Gilbert's Recherches

III. Antikritik fur les causes des maladies charbonneuses dans les ani.

Zurückgabe an den Recensenten meiner Nomilien in der maux eine Vebersetzung unter dem Titel: Gilberts Unter.

A. Lit. Zeit, fichungen der Karfunkelkrankheiten der Thiere etc. in

Der Recensent gesteht, dass in der Vorrede uber den unterzeichneter Buchhandlung erscheinen.“

Nutzen der Homilien überhaupt und im Buche selbst Nürnberg, d. 23. Dec. 1796. Monath und Kufslerische

manches Gute gesagt sey. Er hat also diese Schrift ge

lobt? Mit nichten; sondern or fügt hinzu: „Das könne Buchhaudlung in Nürnberg,

man im Allgemeinen von jedem schlechten Buche sagen.“ So kann man also kein Buch loben, weil es nützliche

Sachen enthält ? Die Käufer von Falks Taschenbuch und Schillers Mu

Vielleicht des Nützlichen nicht gesen - Allmanach auf 1797. werden auf eine nur eben er. nug? Wer kann das beurtheilen, da Gch der Recensent Ichienene äusserst merkwürdige Schrift aufmerksam ge nicht darauf eingelassen hat, nur Etwas von dem Nütz.

lichen zu nennen und zu würdigen. Dagegen erhebt er macht, sie führt den Titel: Briefe über die allerneuste prophetische Gukkasten-Phi. ein grosses Geschrey über einige, nach seinen Gedanken, lofophie des ewigen Juden etc. von H. L. Augustinus.

misslungene Ausdrücke, Wenn es aber ausgemacht ist, und if für 12 gr. in allen Buchhandlungen zu haben.

dass auch in dem besten Buche einige misslungene Ausdrücke Gind, so kann meine Schrift, nach der Manier

des Recensenten zu schliessen, das beste Buch seyn. Die Würzburger gelehrten Anzeigen erscheinen rom Andere Recensenten nannten das Gute in meinen HomiJanuar 1797. an in Quart - Formate auf Mledian - Papier lien und übersahen Kleinigkeiten. Wer hat nun Recht? nach einem etwas erweiterten Plane, und wöchentlich Wohl der am wenigsten, der, weil er nicht belehren erscheinen anderthalb, oft auch zwey ganze Bogen. Bey kann, das meiste Gefchrey macht. Ich will dem Recendem kaiserl. Reichs - Postanite zu Würzburg koker der senten noch mehrere Stellen nennen, die mir in meinem Jahrgang 4 1. 12 kr. rhein. bey den beyden kaiserl. R. Buche nicht gelungen lind, dazu brauche ich keine Re. Ober - Postämtern zu Nürnberg und Frankfurt am Main cenfion; aber er möge lich noch mehr ereifern, so ist S A. 12 kr. rhein.

Mit Einsendungen wendet man fich doch mein Buch nun einmal gedruckt, und die es gele. unmittelbar an den Herausgeber.

sen haben, bedauern es nicht, dass es gedruckt ist. Würzburg , d. 13. Dec. 1796.

Fischer. Prof. Köl.

Antwort des Recenfenten. Von dem verftorbenen Fürflich Bernburgischen Rath

Hr. F. kann also nicht begreifen, wie ich, ungeachRohleder sind Anmerkungen und Ergänzungen zu Remers tet des Gestandnisies, manches Nützliche über den Werth and Meufels Statistik von Deutschland bey dem Buchand.

der Homilien in der Vorrede, und manches Wahre und ler Heinsius in Leipzig herausgekommen, der Preis if

Gute in dem Buche selbst gefunden zu haben, es dennoch 8 gr.

habe schlecht nennen können? Er erwäge, wenn er an.

ders unbefangen genug dazu ist, die Gründe, die ich im II. Auction.

Detail dafür angegeben habe, und so fern diese richtig

kind, wird mein Urtheil wohl bestehen. Steht nicht Auswahl der Bibliothek des fel. Hrn. J. Ch. Heben.

z. B. in dem alten Himmelswege oder in Heinrich Mullers Greits Doct. der Medicin u. f. w. nebst einem Anhange evangelischen Schlusskette auch manches Wahre und verschied. Bücher aus allen Willenschaften phyl.. Inftru. Nützliche? Und getraut sich Hr. F. diese Bücher wolul mente, u. . w., welche den 27 Febr. 1797. im rothen unter die guten zu zählen ? Collegio zu Leipzig versteigert werden sollen.

dem besten Werke einigė misslungene Ausdrücke, vorkom. Diesen Catal. findet man in Marburg in der akadem. men, die billiger Weite nicht mit Schärfe gerügt werden. Handl., in Giesen bey irrt. Buchh. Krieger, Berlin bey Aber, wenn man falt auf jedem Blatte, wie in den Ho Hrn. Buchh. Nauk, Breslau bey Hrn. J. Dan. Korn, milien des Verf. verrenkte und -schleppende Perioden, unNürnberg in der Steinischen Handl., Prag bey Hrn. bestimmte

' und schielende Ausdrücke, leeres WortgeklinBuchh. Herri, Gotha in der Ettingerischen Hdl., Wien gel, Sprachfehler findet, fo find das mehr als Kleinigkeibey dem Hrn. Antiq. Rötzl und Binz, Göttingen bey

ten! Was andere Recensenten über dieses Büchlein Hru. Buchh. Brose.

rühmliches zu sagen für gut gefunden, mögen sie verantAufträge werde ich ühernehmen und pünktlich be worten! Dass übrigers dieses Werkchen allbereits Leser sorgen.

gehabt, die den Abdruck desselben nicht bedauren moch. Joh. Aug. Gottl. Weigel.

ter, kann wohl seyn. Setzer und Verfasser werden es verpflichteter Akadem. Proklamatór. 'gewifś nicht gethan haben.

Er hat recht, dass in

Berichtigung In der Brklärung des Hrn. Pr. Stolz in Bremen gegen Hn. Gen. Sup. Ewald in Detmold (Int. Bl. N.142. 3. 14.00? nung, dass das ungluckliche Bemuhen des Hrn. E. seiner Tel. Ueberf. einen übein Namen zu machen, bey unpar. seyirchen und fachverständigen Christen gänzlich verunglucken werde.

der

ALLGEM. LITERATUR-ZEITUNG

Numero 4.

Sonnabends den 14ten Januar 17 97.

LI T E R A RISCHE ANZEIGE. N.

1.R

I. Neue periodische Schriften, verbessern, wird nach einiger Zeit ein mässiger Suple.

mentband, von welchem der Preis nach Billigkeit be Neuer teutscher Merkur aufs Jahr 1797. Herausgegeben

stimmt werden soll, nachgeliefert werden. Wir dürfen von C. 11. Wielund. Januar. Enthült:

versichern, dass die würdigen lerru Verfasser der bibli.

schen Encyklopadie es nicht an Fleiss und Sorgfalt wer. I. afaels Tapeten. Erste Vorlesung. Von Hrn. Fernow in Rom. , II. Ueber die Pabel vom Kampf des

den fehlen lassen, um derselben die Vollkommenheit und Skamander mit dem Achill, aus der Jlias Buch xxi, Zuverlässigkeit zu geben, die man billigerweise von eiVon Hr. Rath Lenz in Gotha. III. Hr. von Sonnenfels

nem solchen Werke nur fordern kann. Gotha im De. patriotis hes Bedenken. Ein Beytrag zur österreichischen

cember 1796. Gesetzgebung. IV. Auszüge aus Briefen. 1) Auswärti

Ettingeriche Buchhandlung. ge Korrespondeaz 1. Aus London über Burke. 2. Aus Edinburg über Buchanan. 3. Aus Neapel vom Herrn Director IV. Tifchéeix, 4. Aus Rom vom IIrn. Kanoni

Mrs. Radcliffe, die berühmte Verfasserin der Geheimkus Unden. 2) Inländische Correspondenz.

1. Aus nise vom Adolpho und andere, mit Beyfall aufgenomme. Halle H:11. Falk betreffend. 2. Aus Dresden. Ueber

nen Romanen, wird nächstens eine interessante GeschichKunlikabu.etie und Wackers Sammlungen. 3, aus Leip

te unter dem Titel: `zig. Kirchliche Aufklärung in Sachsen. . V. Die Musenal.

The Italian, or the Confesional of the Black Penitents manache für das Jalır 1797. Ein Gespräch zwischen

(der Italiener, oder der Beichtvater der Schwarzen einem Freunde und dem Herausgeber des Merkurs. Büssenden) in 3 Vols. VI. Ein Blick ins Hlaus der Gemeinen im November herausgeben, von der wir durch eine rühmlichst be1796. Vom Herrn Huttner in London,

kannte Feder eine deutsche Uebersetzung zu erwarten

haben. Soviel um Collisionen zu vermeiden. II. Ankündigungen neuer Bücher.

Am 21. Dec. 1796. Die von verschiedenen verdienten Gelehrten ausgear. beitete biblische Encyclopädie, welche die fammtlichen, Ankündigung des Magazins der Europäischen Staatendem Ausleger der Bibel unentbehrlichen Hülfswissen Verhältnise, welches mit dem Jahre 1797. anfängt. schaften in zweckmässiger, Vollständigkeit enthält und Unerachter der vielen schon bestehenden Journale und eine Menge Bucher entbehrlich macht, von der bereits periodischen Schriften, scheint immer ein besonderes in meinem Verlage 3 Bände in 4. auf Subscription er Magazin der Europäischen Staatenverhältnisse ein Zeitbe. fchienen sind, ist mit so vielem Beyfall aufgenommen dürfniss zu seyn. Hierin besteht der Hauptbeweggrund, worden, und die Nachfragen, ob man nicht noch an den welcher diese Unternehmung veranlasste; denn es giebt Vortheilen der Subscription Theil nehmen könne, dauern eine Klasse von Leser, für welche nur hingeworfene fo häufig fort, dass wir uns entschlossen haben, um den Zeitungsnachrichten doch nicht so interessant seyn könAnkauf dieses Werks ferner zu erleichtern, hiermit be nen, als es die Beurtheilung wichtiger Staatsereignisse kannt zu machen, dass wer auf den 4ten und letzten ist, aus der sich die nähere Entwickelung mancher Theil desselben, welcher jetzt unter der Presse ist, bis Staatsverhältnisse ergiebr. zur Ofermese 1797. mit 3 rthl. Sächf. oder 5 fl. 24 kr. Der Plan dieses gegenwärtig erscheinenden Magazins im 24 fl. Fuss fubfcribiren wird, auch die fertigen Bände ist allerdings so weit umfassend, als es bisher vielleicht um den Subscriptionspreiss von 9 rthl. Sächs. oder 16 fl. noch keine periodische Schrist war, obschon die stabile 12 kr. in 24 11. luss erhalten soll.

Abschnitte desselbigen nur folgende vier Abtheilungen Um diesem Werke die nöthige Vollständigkeit zu ge enthalten. ben und die etwanige Mängel desselben, die bey einem I. Politische Aufsätze, Buche von Colchem Umfange, kaum vermeidlich find,

II. Staatsurkunden, (1) D

III,

zu

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